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zu lassen, als sich zu ergeben. Die Stadt selbst wurdevon Mittag durch die Seme, von Mitternackt durcheine hohe Gebirgskette, gegen Morgen durch das starkeFort S. Karharine gedeckt. — Ungeheure Schanzenerhoben sich an den nackten Theilen, und ein zahlreichesund wohlbedientes Geschütz mußte alle Lücken ausfül-len. — Natur und Kunst harten sich auf einen hohenGrad vereinigt, die Belagerung dieser Stadt zu einerder merkwürdigsten iu der ganzen Geschichte zu machen,und den Ruhm der stolzen Belagerten und der unglückli-chen Belagerer wetteifernd gegen einander zu erheben. —Von dem Tage an, wo Heinrich vor ihren'Mauern er-schien, bis zu dem Tage, wo ihn der Herzog von Par-ma nöthigte, die Belagerung aufzuheben, vergingenbeynahe sechs Monate. — Am ersten Oktober wurdesie eingeschlossen, am zwanzigsten März') verlassen. —
Der König nahm sein Hauptquartier zu Darnetal,eine kleine Stunde von Rouen. Er griff, nach BironSRath, das Schloß eher, als dieStadt an — ein Plan,der ihm einen eben so glorreichen als kurzen Sieg ver-sprach , und eine ungeheure Anstrengung forderte. Vil-lars hatte kaum die Absicht des Königs gemerkt- als eram Abhänge des Hügels, der dem Fort gegenüber liegt,einen langen und tiefen Laufgraben bis ans Fort ziebcn,und mit einer starken Wache des Nachts besitzen ließ,wodurch er den König immer bedrohte, in den Rückenzu fallen, und seine muthvolle Thaten spielend zu ver-eiteln. — Jetzt mußte Heinrich entweder Sully'sRath; Stadt erobert, Schloß bezwungen,
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