annehmen, oder den Laufgraben stürmen lassen. Erzogdas letzte als das glänzendste vor; fein Unternehmenwurde mit eben so vielem Muthe als Glück ausgeführt.Der K önig leitete persönlich den Angriff, und eine Mengeherbey geschaffter Schanzkörde, Fässer und Holz, mußteihn gegen das Geschütz, das den Laufgraben bestrich,decken.— Staunend rief Villars: „Himmel! einem„Fürsten, wie diesem, muß eine folcheTapferkeittausend„Kronen verdienen; wehe thut es mir, daß wir, durch„seine Ketzerei) gezwungen, ihm seinen Thron streitig„machen müssen, der in dem Schatten eines bessern„ Glaubens uns auffordern mußte, ihm neue zu errin-gen. — Mir soll man aber auch die Schonung mei.„ ner eignen Person nicht zum Vorwurf machen, wenn„ ein so großer König die seinige wagt." Mit diesenWorten stürzte er mit seinen Truppen über den Königher, vertrieb ihn aus dem Graben, und behauptete ihneinig.'Zeit; aber Villars Eitelkeit hatte die des Königs,und der Engländer zu tief verwundet, und der Grabenwurde zum zweyten Mahle erobert. — So viel Mühe,so viel Anstrengung kostete ein bloß entferntes Werk.Der König setzte sich dabey so sehr der Gefahr seines eig-nen Lebens aus, daß Sully den Auftrag erhielt, ihmdarüber eine allgemeine Klage vorzubringen. „Lieber„Freund," entgegneke er ihm, „kann ich anders? ich„streite um meinen Ruhm, um meine Krone; kann da»„wohl das Leben, kann da etwas andres in Anschlag„kommen?" Kein Mittel blieb unversucht; unglaub-lich war seine und seiner Truppen Thätigkeit. — Dergeringste Mann wetteiferte mit den Officieren, sich durchpersönlichen Muth und Tapferkeit auszuzeichnen — und
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