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ihrer Rettung, und Heinrich richtete scheu am Abend dieKanonen auf das Lager, das er den andern Morgenfrüh angreifen und erstürmen wollte.
Aber an diesem Morgen waren alle Truppen, allesGepäcke, alles schwere Geschütz, kurz der ganze Aug vonParma's Armee, wie durch eine Fee auf das entgegengesetzte Ufer hin gezaubert. Parma hatte in aller Eileeine zahllose Menge Boote und Flöße aus Rouen zu-sammen gebracht; seine Kanonen mußten den Fluß vonden Holländischen Schiffen reinigen; die Erhöhungen desBodens zwischen ihm und dem königlichen Heere seineBewegungen bergen, seine Reitcrey mit einem ernsthafttcn Angriff auf die Werke des Königs drohen — unddie Infanterie dem schweren Geschütze und dem Gepäckeden Uebergang erleichtern. — Ihnen folgte pfeilschnelldie Kavallerie — ein dicker Nebe! umhüllte sie; das.dumpfe Gebrüll der Kanonen vom jenseitigen UferTauschtemit der Schwere der Luft; die Arricregarde deckte zweyBarterieen gegen allen Verlust. — So zersplittertenalle Hindernisse an Parma's erfinderischem Geiste, undso zog der Held zum zweyten Mahle als der Befreyergeräuschlos, und bloß durch die stille Erwartung der infeinen Siegen reifenden Plane feines Herrn belohnt, ausFrankreichs Staaten. Seines Feindes, des Königs.Heinrichs Bewunderung folgte ihm nach: „er hat mehr„gethan," sagte er, „als zwey Bataillen gewonnen;»das Meisterstück eines Feldherrn besteht nicht sowohl in„Schlagen und Siegen, sondern in großen Umernch.„mungen zu siegen, ohne zu schlagen, und das hat er„vollkommen geleistet."
Nie.
*) den 2r. May 159?.