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Nie hatte Heinrich sich mit solchen sichern Hoffnun-gen eines entscheidenden Siegs schmeicheln können, undnie war er mehr in der suvcrsichtlichkctt seiner Erwar-tungen getauscht worden, als jetzt; allein den erstenAugenblick schenkte er seinem Staunen und seinem Miß-vergnügen, den zweyten verwandte er zu raschen Maß-regeln, um dem Spanischen General einen Theil derFrüchte seiner großen Talente und Feldherrngröße zu ent-reißen. Er entwarf einen Plan, wornach er seine Ar-mee zu Pont de l' Arche oder zu Vernon über die Seineführen, und den Feind von asten Seiten beunruhigenund verfolgen wollte — ein Plan, dessen Befolgungdiesen Feldzug vielleicht zum letzten des Kriegs gemachthätte; — aber alle Katholiken, Protestanten, Fremde,kurz alle suchten wetteifernd Schwierigkeiten dagegen auf-zubringen; ein allgemeines Geschrey, einer Empörunggleich, beantwortete seinen Vorschlag; und so verdienteder Prinz von Parma, der mehr als menschliche Kräftebewiesen hatte, das Glück vollkommen, das er seinePartey zu ergreifen gezwungen hatte. *)
Zwey Tage mußte Heinrich mit fruchtlosen Berath-schlagungen zubringen, und am dritten Tage einen gro-ßen Theil seiner Armee aus Geldmangel entlassen; amvierten eilte er endlich durch die Pikardie und Cham-pagne, dem Herzoge von Parma nach, um ihn noch aufder Grenze abzuschneiden; allein es war zu spät, einenMann zu erreichen, der erst zu Chateau Lhierri aus-ruhete, wo er ganz in Sicherheit war. — Der Uebcr-fall und die Einnahme einiger Städte war das Ende des
gan-
») Still-.