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ten. — Die Entdeckung dieser Kabale leitete ihn biszu dem Anfange des Fadens der in feinem eigenenStaatsrathe gesponnen war, worin schon seit einigerZeit mehrere seiner gelegenen Freunde ein undurchdring-liches Dunkel über alle Angelegenheiten zu verbreiten,und überall Mißtrauen und Eifersucht einzuflößen be-müht waren. Alle Bewegungen, der leidcnschaft«lichße Kampf und die innern Gährungen, verloren niedas ruhige und einfache Acußere, und wurden dadurchdesto gefahrvoller, sie waren die Windstille, der ein Erd-beben folgt. — Die Falschheit hatte sich in die Wahr-heit gehüllt; der Feind verbarg sich unter der Larve desFreundes; der Gehorsam wurde als Wohlthat angerech-net ; die Treue selbst suchte Partey. — Wie sehr mußtesich also nicht sein Blick auf das Jahr fünfzehn hundertfünfund neunzig, wie sehr auf seine ganze Zukanfttrüben?
Schlau hatte der Herzog von Mayenne, dessen An-sehen bey der Ligue mit jedem Tage sank, durch dieUebertreibung der Verwirrung in Heinrichs mehr gefürch-tekem als furchtbarem Heere, noch mehr aber durch dieAnbictung der Unterhandlungen zum Frieden zu gewin-nen gesucht. Jene machten den Ernst dieser wahrschein-lich, und die Bedingungen dieser mußten ihm die Liebewieder verdienen, die ihm die Parteysucht und die In-trigue geraubt hatte. — König Heinrich sollte nachseinem Antrage die Religionsverandcrung dem Papstedurch eine feyerliche Gesandtschaft überlassen; die Städteund Festungen sollten noch sechs Jahre in dem Besitzeder katholischen Befehlshaber bleiben; ihm und seinen
Nach-