vom Throne herab, der Spanischen Infantil! die Handgeben. — So hing dieser Bund mit Spanien zusam-men , dem es öffentlich fluchte. Der Graf von Soissonswar das ganze Organ; seine bey der Prinzessin von Na-varra mißlungene Liebe, oder vielmehr sein unersättli-cher Ehrgeitz, hatte ihn zum tödlichsten Feind des Kö-nigs gemacht. Unruhig, verdrießlich, eifersüchtig, blindund zwecklos handelnd, nie seiner Absicht bewußt, ver-band er so viel zurückstoßendes in seinem Betragen, daßihn der König nie lieben konnte. — In einer erkünsteltenErnsthaftigkeit suchte er ein Ehrfurcht gebietendes Anse-hen von Größe, in einem großen Geräusch, in nichrsbe-deutenden Förmlichkeiten den Werth, in einer geflissent-lichen Verhüllung seines schalen Charakters die Gravi-tät des Mannes — die Ähnlichkeit seines Betragensmit dem Spanischen hatte das Herz des Königs auf im-mer gegen ihn verschlossen. — Der Bund, den Sois-sons durch die intrikaten Pfaffen leitete, war in seinergeheimnißvollen Endigung zu Spaniens Absichten ge-fährlicher geworden, als die Faktion, die Spanien offen-bar führte, und gerade deßwegen suchte Sully ihn zuerstzu zerstören. — Dieses gelang ihm dadurch, daß erPfaffen gegen einander durch die Hoffnung, womit erihrem Ehrgeitze schmeichelte, hetzte, und nun überließ erden Grafen von Soissons der Gehässigkeit seines Cha-rakters.
Mit Sullys Sieg über die dritte Partey paartensich zwey sehr glückliche Zeitumstände. Papst Znliocenzder Neunte, und der Herzog von Parma waren nichtmehr. — In jene Stelle trat Klemens der Achte, in
diese