Buch 
Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
Entstehung
Seite
433
JPEG-Download
 

4Z3

aus der Verwirrung ging endlich Navarra's Rettunghervor. — Jnnocenzens Blindheit und Parma's Ver-schlagenheit — die wesentlichsten Stützen derSpanischenFaktion konnten durch keine Verschwendung an Golde,durch keine noch so süße Versprechungen ersetzt werden-Mit Vorbereitung der Mittel glaubte der Spanische Ge-sandte, Herzog von Feria, die Vollendung ihrer Wir-kungen, mit Bewegung der Triebfedern ihre Richtung-mit untergeordneten Zwecken den Hauptzweck erreiche zsthaben. Dreiste trat er jetzt auf, der Graf Soijsons anseiner Spitze. „Die Bourbonen," sagte er, habesti, als Ketzer den Thron verwirkt, das Salische Gesetz fin-„der keine Anwendung mehr, die Jnfantin von Spa.,,nien Isabelle hak als älteste Schwester Heinrichs des„Dritten allein noch Anspruch, wozu sie als nächst^„Verwandtin die Gesetze desAnstandes eben so sehr, als„Philipps Aufopferungen für Frankreichs Staats- und„Religionswohl berechtigen, und worin sie, vekheiralhet„ an den Erzherzog von Oestreich- keine Macht der Welk„ wird erschüttern können. " Stillschweigen folgte An-fangs der Rede; aber der bestimmte Vortrug d^s Her-zogs hakte an die Franzosen Forderungen gemacht, wozuihn die Ungewißheit seines Siegs , nicht berechtigte, unbbald lösten sich alle Zungen; die vorlaute Kühnheit desRedners gab dem ebb-und flutartigen Schwanken eintentgegen gesetzte Richtung; die Schüchternheit in Zu-rückhaltung der Stimme wurde beredter; Nationalstolz,Rechthaberey und Widersprcchungsgeist erwachten.„Nein, " fuhr der Bischof Rose von Senlis, der nehm-liche , der dem Mörder Heinrichs des Dritten eine Lob-rede gehalten halte, hastig auf, ,;das geht zu weit;

Heinr. d. Vierte,, 2. Ty. Ee zj das