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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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434
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„das Salifthe besetz, durch die strenge Beobachtung„ von zwölf Jahrhunderten geheiligt, darf und kann„nichtvernichtet werden; die Spanier haben durch das„Geständniß ihrer verderblichen Absichten das Vorgeben„der Keßer in Ansehung ihrer Ranke besiegelt; diese Fvr-„derung muß alle rechtschaffene Katholiken empören."Der Eifer, womit Mendoza die Rede des Herzogs vonFeria unterstützte, entflammte den Patriotismus desBischofs noch mehr, sein ununterbrochener Widerspruchweckte endlich alle aus dem Schlummer, die sich eineVersündigung an den Rechten des Vaterlandes nichtwollten vorwerfen lassen. — Das Signal war gegeben.

Mit mehr Ueberlegung und Geschicklichkeit, mit ei-nem ruhigern und mäßigern Tone lenkte der SpanischeGesandte seine Forderungen ein, und erklärte im Nah-men seines Herrn: er sey weit entfernt, den Franzosen«inen Regenten aufdringen zu wollen; sein Vorschlag,die Jnfantin dem Erzherzog von Oestreich zu verheira-tycn, und so eine unüberwindliche Macht mehrererThrone gegen die einreißende Ketzerey zu verketten, seyeine bloße Anfrage gewesen; er schätze die FranzösischeNation zu hoch, und feine großen Opfer, die er gebrachthabe, bewiesen nur zu sehr, wie gern er zu ihrer Ret-tung mitwirken möchte; er habe also diesen Vorschlagganz aufgegeben, doch sey er überzeugt, daß die Jnfan-tin als nächste Anverwandtin, verbunden mit einemLothringischen Prinzen, das Glück des zerrütteten Frank-reichs vollenden müsse; schon stehe eine große Armee anden Grenzen, die einen Monat nach der Wahl vorrückenwürde; ihr werde zwey Monate hernach ehr zweytes

Heer