Band 
Erster Band.
Seite
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58 Einlettuiig.

er hatte doch immer so viele Wirkung, den beleidigtenEhrgeitz des griechischen Kaisers zu bestrafen, und Romvon der bisher noch immer fortdauernden Abhängig»keit von Ronstantlnopel loszureißen.

Bey alle dem aber war Rarl der Grosse ein vielzu wachsamer und thätiger Regent, als daß es bey sei»nen Lebenszeiten die römischen Pabste se hatten zu weitbringen können. So wie er von Leo III. als Ober»Herr des römischen Reichs anerkannt wurde, so hatteer sich als solcher auch in seinen Handlungen betragen.Hätten seine Nachfolger mit eben dem Geiste, undmit eben der Thätigkeit, als er, Staat und Kircheregieret, oder hätten sie nur auch auf demjenigen, wozuer wahrend seiner sechs und vierzigjährigen Regierungden Grund gelegt, fortgebaut, so würden ganz gewißin der christlichen Kirche jene Zerrüttungen nicht erfol»get seyn, welche die Geschichte von dieser Zeit bis aufuns zu einem Gemählde des Lasters der Grossen unddes Elends der Kleinen gemacht haben. Es ist zwarnicht zu läugnen, daß seine Religionsgrundsätze ziemlichmilitärisch waren. Aber es war dieses theils eine Folgeder Zeitbegriffe, und theils das natürliche Gedanken»fystem eines Eroberers. Gleichwohl aber traf er Anstal»ten, die hinlänglich beweisen, daß er unendlich weitunter seinen Zeitgenossen hervvragtc, und vor allendenjenigen, die in der Folge groß genannt wurden, desVorzugs würdig wäre, den Titel eines Grossen auchfür immer zu behalten. Er war der erste, der essich mit allem Ernst angelegen seyn ließ, sein Ieital»ter, das in der tiefsten Nacht der Unwissenheit vergra»ben lag, aufzuklären. So wie er überhaupt in allenseinen eroberten Ländern Schulen anlegte, so führte erselbst an seinem Hofe beständig einige Gelehrte mit sich,die er aufmunterte, und er hatte eine Residenzschuleerrichtet, in welcher mancher brauchbare Bischof gebil»det wurde. Unter seiner Regierung entstuhnd das In»