Band 
Erster Band.
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Zweytes Buch. 6;

xandsiandes zu erheben, wodurch dieser nur um so ^^ ^ mehr gereizt wurde, seine Macht zu erweitern. Doch^ ^ h^te er dieses immer thun mögen, wenn er nur auchmehr Regent und weniger Andächkler gewesen wäre.Über ex- mißkannte seinen Beruf so sehr, daß er dache-nige that, was eigentlich seine Bischöfe hatten thunlchn sollen. Während er Psalmen betete, und in der Bi-

r vm hel las, beschäftigten sich diese mit Regentengeschästen,

krach und mit Entwürfen ihren Einfluß auf den Staat zu

M befestigen. Er bestätigte es sogar urkundlich, daß sei-

lerkin ne Gewalt nur eine Sklavin des bischöflichen Ansehns

ckm sey. Diese niedrigen Begriffe, die er sich von seinem

> kek Regentenberufe machte, wußten die Geistlichen unge-

mein geschickt zu ihrem Vortheile zu benutzen; und eswar vollends um ihn geschehen, nachdem er kaiserlichei», Kammergüter auf ewig an sie verschenkte, und sich vonA jhnen, die allen Reichthum des Staats auf solche Wei-MU se an sich brachten, abhängig gemacht hatte.

-M Nach dem Tode des unglücklichen Ludwigs konn-Wg, ten sich seine Söhne von einer Geistlichkeit, die sie zur

dins Beunruhigung ihres Vaters mißbraucht hatten, keine

»bm gelindere Behandlung versprechen. Die Schranken des

ander Gehorsams waren einmal durchbrochen, und die Kleri-

nnch sey hatte nichts angelegeners, als zu beweisen, daß

n; als nicht sie den Monarchen , sondern diese ihr unterwürfig

erst. seyn müßten. Die Bischöfe giengen also unter Lud-

^ M wigs Nachfolger, dem Kaiser Lorhar, schon um er.

M nen Schritt weiter. Erstem liessen sie nur als einen

ZchO offenen Sünder Busse thun; letztem aber entsetzten sie

Weit auf einer Versammlung zu Achcn förmlich der Regie-^ nicht rung , und entbanden die Unterthanen von ihrem dem

hmN Kaiser geleisteten Eid der Treue.

Wir Eine natürliche Folge dieser Unordnungen war, daß

rschech von dieser Zeit an selbst unter der Geistlichkeit Mißhel-Fchltt ligkeiten ausbrechen mußten. Das vorzügliche An-W« sehn der Hofbischöfe, und die politischen Vortheile, die