Band 
Erster Band.
Seite
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Zweytes Buch.

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der den Willen des von Gott verordneten Kaisers,j,wider die Gewohnheit der Vorfahren, Wider die Ges--setze, und blos von Ehrgeitz getrieben, die päbstliche--Würde an sich gerissen hat. Er will alles umernehs„wen, was ihm gut dünkt, es sey recht oder unrecht.,-Er ist ein ausgesprungener und ausgearteter Mönch,--der die heilige Theologie durch neue Lehren Versals--schet, durch falsche und gezwungene Auslegungen die-- heilige Schrift nach seinen Absichten drehet, die Eis--nigkett des bischöflichen Kollegiums trennet, heilige--und weltliche Sachen durcheinander menget, beyde--verunreiniget, den teuflischen Verleumdungen gottlos,-ser Menschen Gehör giebt, und selbst Zeuge, Richr,-ter, Kläger und Parthey seyn will. Er trennet die--Männer von den rechtmäßigen Weibern, zieht die Hus--re» ehrlichen Frauen vor, und achtet Hurerey , Bluts«schände und Ehebruch weiteher, als eine keusche Ehe.-- Er wiegelt das Volk wider die Priester und Bischöfe--auf, und giebt vor, daß niemand rechtmäßig ordir-- niert sey , als der das Priesterthum von ihm erbes--telt, oder seinen Blutigeln abkauft. Er betrüget den--gemeinen Mann durch einen Schein der Religion,--handelt in Winkelgescllschaften mit Weibern von heil,-ligen Geheimnissen , geht in einem Schaafspeltz eins--her , und will unter dem Titel eines Statthalters--Christi die Herrschaft über die ganze Welt an sich--reisten. Er ist des Lasters der beleidigten göttlichen«und menschlichen Majestät schuldig, und will einem« geheiligten Kaiser und sehr guten Fürsten sowohl sein--Land als fein Leben rauben. Deswegen denn wir,«der Kaiser, die Bischöfe, der Senat und das christr«liche Volk ihn für einen seiner Würde Entsetzten ers„klären , nnd wollen die Synode Christi nicht langer«unter der Aufsicht eines solchen Wolfes lassen.-,

Ein solcher Schritt war allerdings kühn, aber nichtneu und unerhört. Heinrichs Vorfahren, besonders