Band 
Erster Band.
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Zweytes Buch. 8s

,7 zur Ehre und Vertheidigung der Kirche, und im Na-» mcn des allmächtigen Gottes, des Vaters, des Eich-enes, und des Heiligen Geistes, dem Heinrich. Sohn„des Kaisers Heinrich, der sich durch einen unerhör-ten Stolz wider die Küche empöret hat, das deut-»scheund italienische Reich zu regieren. Ich spreche al-,-le Christen von den Eiden los, die sie ihm geleistet,chaben, oder noch leisten möchten, und verbiete je-»dermann, ihm als einem Könige zu dienen. Denn»derjenige, der sich an deiner Kirche vergreifet, ma-ncher sich der erlangten Würde verlustig. Und da er»als ein Christ nicht gehorchen wollte, nnd allen mei-sten Rath verachtete, so spreche ich das Machen? über»ihn, damit die Völker durch die Erfahrung lernen,»daß du Petrus seyest, und daß auf diesem schon der»Sohn des lebendigen Gottes seine Kirche gebauet,» daß die Pforten der Hölle dieselbe nicht überwälti-»gen sollen».

Der Eindruck, den dieser päbstliche Fluch auf dieZeitgenossen machte, war ebenso schrecklich, als dieFolgen, die daraus entstuhnden. Anfangs zwar schienjedermann über die Neuheit eines Unternehmens, wel-ches vor Hildebrand noch kein einziger Pabst gewagthatte, vor Erstaunen betäubt; aber bald ergriff jedernach Beschaffenheit der Umstände diejenige Parthey,die entweder seinen religiösen Begriffen, oder feinenLeidenschaften die nächste war. Vornehmlich gefiel esder Geistlichkeit, auf die Seite des Pabstes zu tretten,und in ganz Deutschland hatte nur der einzige Bi-schof von Utrecht der Muth noch, dem Kaiser treuzu bleiben. Auch die Lombardisthen Bischöfe hörtennicht auf, über Hildebranden als über einen Ruch-losen, Meineidigen, Ehebrecher und falschen Apostelzu schreyen. Allein dieser achtete des Geschreyes nicht,und verhetzte, um seinem geistlichen Fluche gehörigenNachdruck zu geben, die ohnehin stets mißvergnügten