Band 
Erster Band.
Seite
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Zweytes Doch- roy

könnte, der aber unter seinen Nachfolgern um so ge-waltsamer wieder losbrach, war mit einer bey wei-tem noch schädlichern Plage für das Menschengeschlecht,tmt einer äussersten Lasterhaftigkeit und Barbarey desZeitalters verbunden. Zwar haben auch die polnischenWelthandel ungemein viel zu einer solchen Verwilde-rung in den Girren beygetragen. Allein unlaugbar sindauch beynahe die meisten Staarsrcvoluzioncn diesesZeitraumes in einer so nahen Verbindung mit den Re-ligionshandeln gestanden, und der Einstuft, den dieletzter» über alle Begebenheiten der Zeit behaupteten,war so groß, daß alle Eindrücke, we che auf den Geistdes Zeitalters wirkten, mehr von der Religion, alsvon der Politik herrührtestAusser diesen allgemeinen Ursachen des sittlichen Ver-derbnisses bewirkten auch noch besondere, ganz nurvon dem damaligen Zustande der Religion und d rKirche herrührende Umstände eine so schreckliche Cit-kenverwilderung in diesen Jahrhunderten Nicht ohneEntsetzen zeigt uns die Geschichte selbst an den Laster»der ersten Kirchenhaupcer einen Characktcr der Ro^heit, der keiner Beschreibung fähig ist Ein solcherCharacktcr theilte allen denen, die in einiger Bezie-hung mit ihnen siuhnden, seine Eindrücke mit; undVas Gift, welches, so zu sagest, im Herzen der Kir-che saß, floß in unzähligen Kanälen durch den gan-zen Körper. Die einzelnen- seltenen Ausnahmen wa-ren nicht im Stande, den Lauf des Verderbens,von welchem alles angesteckt wurde, zu hemmen.Selbst dasjenige, was Baris kühner und grosser Geistjur allgemeinen Refvrmazion unternahm, bewirkte nurfür Augenblicke eine Heilung; und vielleicht beschleu-nigte er eben dadurch, daß er an die Kirche so nam-hafte Wohlthaten verschwendete, den Rückfall, der un-ter seinen Nachfolger» wieder alles zerstörte, was zurVerbesserung der Kirchenjucht und jur Aufklärung des