Band 
Erster Band.
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H4 Einleitung.

Nothwendigkeit, jenen zu Hülfe zu eilen, und dieseauszurotten, von der Verdienstlichkeit eines zur EhreGottes geführten Krieges, und von den «»bezweifeltenSiegen zu sprechen angefangen; kaum hatte er allen,welche sich entschließen würden, einem so heiligen Feld-zuge beyzuwohnen, völligen Erlaß ihrer Sünden, und,falls sie vvm Schwerdte des Feindes aufgerieben wür-den, den Himmel versprochen; als sich, gleichsam un-willkührlich von allen Seiten tausend Stimmen ver-nehmen liessen, welche das Blut der Sarazenen sicher-ten. Urban benutzte diesen Augenblick des Enthusias-mus ; befahl, daß sich alle, welche einen so heiligenKrieg unternehmen würden, ein rothes Kreuz auf dierechte Schulter heften sollten , und nahm alle Kreuz-krieger , ihre Personen und ihre Güter unter den Schutzder Kirche.

In kurzer Zeit war ein Heer von Zooooo. Man« bey-sammen , und unter diesen eine Menge Fürsien, Gra-fen und Ritter. Die meisten aus ihnen verkauften,um sich Waffen anzuschaffen, ihre in Europa gelege-nen Güter an die Geistlichkeit, welche sich dadurch un-gemein bereicherte. Noch bis auf den heutigen Tagbesitzt der Bischof von Lürrich einen Theil der Güter,welche Gottfried von Bouillon vor seiner Abreisein den Orient verkaufte. Der erste Zug machte sichin drey Colonnen auf den Weg. Der Eremite vonAnriens , der bey dem Volke in so hohem Änfehnsiuhnd, daß die Lcuthe, um eine Reliquie von ihm zubesitzen, dem Esel, auf welchem er ritt, die Haare ausdem Schwänze rissen, setzte sich an der Spitze vonmehr als 100200 Mann zuerst in Bewegung. SeineMannschaft war das liederlichste Gesinde! das manfinden konnte, keuche ohne Zucht und Sitten, Land-streicher und Bester. Kein Wunder daher, daß keineSchandthat war, die von diesem zügellosen Haufensticht verübt wurde. Da der Zweck dieses sogenannten