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Erster Band.
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i6c> Einleitung.

Staaten aus dieser schändlichen Herrschsucht entstuhnsden. Wenn einer der Pabste starb, so wählte sein An-hang ein anderes'Haupt an dessen Stelle, das mit ebender grausamen Despotenwuth seines Vorgängers dieParthey des andern verfolgte und plünderte.

Wahrend dieser schändlichen Anarchie erwachte unterdem bessern Theile der Christen ein Hang zur Refor-mazion. Vornämlich fühlte man, wie dringend essey, das Ansehn allgemeiner Kircheusynoden, welche dieHerrschsucht und die Liederlichkeit d- r Pabste ganz aus-ser Gebrauch sezte, wieder herzustellen. Die Universi-täten ließen es sich svnderheitlich angelegen seyn, derWelt das Bedürfnis" solcher allgemeinen Kirchenver-sammlungen anschauend zu machen; und da es nichtzu erwarten war, daß die herrschsüchtigen Päpste mitgutem Willen und unaufgefordert sich der Entscheidungsolcher Synoden anvertrauen würden, so räumten je-ne unter solchen Umständen den Kardinälen das Rechtein, d>e Kirche auch ohne Einwilligung der Päbste zuversammeln.

Die erste dieser denkwürdigen Zusammenkünfte wur-de zu Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts 1409. zupisa eröfnet. Es hatte alles Ansehn, daß von dieserwüthigen Versammlung die Kirche reformiert werdenwürde. Sie setzte beyde Pabste ab, und versprach,ehe sie zur neuen Wahl schritt, sich nicht eher zu tren-nen , als bis eine rechtmäßige, billige und hinlänglicheRcformazion der Kirche an Haupt und Gliedern erfolgtseyn würde. Allein das so feyerliche Versprechen bliebunerfüllt. Es wurde zwar in der Person des pcrerPhilargi, der sich Alexander V. nannte , ein neuerPabst gewählt. Aber die durch den Ausspruch desKonziliums abgesetzten Pabste wichen nicht, und inAnsehung der Kirchenreformazion blieb es durchaus beyden alten Mißbrauchen.

Die Pisaner-Synode wurde, ohne auch nur die ge-ring-