Band 
Erster Band.
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Viertes Buch. ros

Handlungen einige Schmalkadr'sche Bundesgenossen aufseine Seite brachte , so wäre dieser Bund sowohl durchseine Macht als durch seine Reichthümer noch immerdem kaiserlichen Heere überlegen gewesen. Allein dieUneinigkeit unter den Anführern, und die Verrathe-reien einiger Minister, verhinderten die Bundesgenossen,zu rechter Zeit anzugreifen; und eine einzige Schlachtbey Mühlberg entschied das Schicksal eines Krieges,auf dessen Ausgang ganz Europa aufmerksam war.Rarl bekam in dieser Schlacht den Kurfürsten vonSachsen, und bald darauf den Landgrafen von Hes-sen in seiner Gewalt, handelte als Sieger auf demReichstage zu Augsburg nach Willkür, belohnte denHerzog Mori; mit dem Churfürstenthum Sachsen,und zwang die erschrockenen Theilnchmer an demGchmaikadischcn Bunde, mit schimpflichen Bedingnis-sen einen zweydeutigen Frieden anzunehmen.

Erst nach dieser Niederlage suhlten es die protestan-tischen Stande weit mehr, als jemals, daß der Kai-ser nicht so fast die Unterdrückung ihrer Religion, alsdie Umwerfung der deutschen Frciheir beabsichkete.Seine Plane lagen nun weit auffallender als jemalsvor Augen. Man sah es erst jetzt, daß Barl derdeutschen Macht und des deutschen Vermögens sichbediente, sein eigenes Haus zu vergrößern. Bisherhatte er stets noch geschont, und nur den Zeitpunktabgewartet, um ohne Widerstand auszuführen, wasfeine kühne Seele entworfen hatte. Nun aber gienger, nachdem ein so mächtiger Gegner, als es derSchmalkadistbc Bund war, überwunden worden, mitweniger Verstellung zu Werke, sprach gegen mindermächtige Reichsstande in dem Ton eines stolzen Des-poten, und behandelte jeden, der sich seiner Willkürnicht auf den ersten Befehl unterwarf, als einen straf-würdigen Rebellen.

So wurde seine Macht mit jedem Schritte verhaß-