Band 
Erster Band.
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214
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214 Einleitung.

erfolgen müssen. Allein zu keiner nngelegnern Zeit fürdie Kirche und zu keiner gelegner» für den römischenHof hatte ein Orden entstehen können, der die allge-meine Gahrmig der Völker so geschickt zu seinem eige-nen Norrheile zu benutzen, und dem Dränge nach Auf-klärung und Freysten eine Wendung, die unvermeid-lich nach Finsterniß und Sklaverey führte, zu gebenwußte.

Schon auf der Evidenter - Synode zeigte es sich,was von der Betriebsamkeit und dem Geiste diesesOrdens zu erwarten war. Lainerr, Halmeron, undtl'amsins spwiren in der Eigenschaft pabstlicher Theo-logen ihre Rollen so geschickt, als sich nicht leicht vonandern Ordcnslcuten erwarten ließ. Alle drey ebenso fertige Scholastiker als feine Köpfe widersetzten sichjeder Verbesserung der Begriffe, und jeder Abstellungder Mißbrauche; sie modelten die meisten Glaubens?dekrete nach ihren Schulmeynungen, erhoben problema-tische-Satzc zu Dogmen, und warfen über Gegenstände,deren Entscheidung für Rom von nachtheiligen Folgenseyn konnte, einen Schleyer des Geheimnisses, oderbehandelten sie auf eine so zweydeutige Art. daß esselbst dem geübtesten Kenner schwer werden mußte,das verworrene Gewebe ihrer Sophistereien zu zerreis-sen. Wenn man dasjenige liest, was Lamey zuTridenr über das göttliche Recht der Bischöfe sagte,so wird man ungewiß, ob die Dreistigkeit dieses ver-schanzten Jesuiten, oder die verkehrte Denkungsart ei-niger- Prälaten, die ihm Beyfall gaben, mehr straf-würdig ist. In ihren Augen war die Kirche um nichtsgeringer als ein weltlich monarchischer Staat, undder Pabst unbeschrankter Herr darüber, der alle Bi-schöfe der Christenheit nur für seine unterworfene Va-sallen anzusehen hätte.

Aber selbst aus dieser so berühmten Synode ist inher Folge kaum etwas Besseres, als eitles Gepränge