Lis Einleitung.
Ferdinand durch den Jesuiten «fanisius ein Lehrbuchder Kirche für den Gebrauch seiner Erbländer verfer-tigen. Einem so rühmlichen Beyspiele folgten balddie Päbste welchen es leichter, als dem Kaiser war,ihrer Arbeit durch Bullen und Synoden das Ansetzneines symbolischen Buches zu geben. Ein römischerKatechismus war aber vornamlich geeigenschastet,die Lehren und Maximen des römischen Hofes tiefjn die Gemüther des Volks zu prägen
So wie sich von Seile der Protestanten die Denk-freyheit erweiterte, und ihr Einfluß mittels der Pres-sen immer allgemeiner wurde, so harken die Hierar-chcn der katholischen Küche vorualunlich darauf zusehen, daß jene Freyherr unter ihren Glaubensgenos-sen eingeengt, und die Presse nicht weiter, als esnöthig war, das Volk in Unwissenheit und Sklavercyzu erhalten, genutzt würde. Beides bewärkten diePäbste eineskheils Lurch Bücherverbote, die anfäng-lich noch sehr gelinde schienen, in der Folge aberunerträglich wurden, und anderntheils dadurch, daßsie den Layen so wenig als den Geistlichen erlaubten,Dogma und Disziplin nach eigenen Einsichten zu e«klaren, sondern in federn Falle die Entscheidung demrömischen Stuhle zu überlassen. Schon Liese beidenAnstalten waren für sich hinreichend gewesen, unterdem Verwände einer nöthigen Glaubenscinigkeit diestockblindeste Unwissenheit zu befödern, wenn auch nichtzu gleicher Zeit der neu entstandene Orden der Jesui-ten ähnliche Erblindung der Menschen, wiewohl inungleichen Absichten, bezwekt hätte.
Zweifelhaft ist es immer, ob es wohl die Päbsteund die Jesuiten nach der Tridenrcr - Synode in derUnterjochung der christlichen Nazionen so weit gebrachthaben würden, wenn die Protestanten durch ihre fürdamalige Zeiten fast zu kühne Verwerfung des bischöf-lichen Primats nicht manchen redlichen Katholiken, der