Band 
Erster Band.
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Viertes Buch. rrz

che auf Universitäten und in den Gerichtshöfen Ein-fluß hatten, bildeten sich in dein Portropal, einemfast klösterlichen Institute, Genies, die vornamlichder Religion ihre gelehrten Bemühungen widmeten.Ihnen verdankt nicht nur ihr Zeitalter, sondern auchdie Nachwelt eben so gründliche methodische Lehrbü-cher der Dogmatik und Moral, als erbauliche Volks-schriften.

Die Jesuiten hatten den Portroyalisten eher alles,als das Verdienst ihrer gründlichen Gelehrsamkeit undihrer Popularität verziehen. Es war ihn n ein uner-trag iches Aergerniß, Leuthc neben sich zu dulden, die,was sie zu verfinstern suchten, aufheitern wollten.Noch verhaßter mußten ihnen jene Männer erst dannwerden, als sie sich von denselben in Ansehung ihrerverdorbenen Sittenlchre angegriffen sahen, ohne dieseAngriffe durch andere als elende Waffen, und durch §a-stergeschrey von sich abwenden zu können. Es warleicht vorauszusehen, daß die Jesuiten, welche denHof beherrschten, am Ende einer thätlichen Gewaltsich bedienen würd-.n, um ihrer beschwerlichen Gegnerlos zu werden. Dieses geschah denn auch; und derGegenstand, von welchem sie die Veranlassung her-nahmen, ist eben so sonderbar, als die Folgen zuerstfür ihre Gegner, und am Ende selbst für ihre eigeneOrdensgescllschaft schrecklich wurden.

Corncl Zanstn, Bischof von Fpcrn, hatte mit ei-nem vierzig Jahre anhaltenden Fleiße an einem Wer-ke gearbeitet, worinn er das System des berühm-ten Kirchenlehrers Augusiin von der Gnade in einendeutlichern, und den Bedürfnissen seines Zeitalters an-gemessenem Zusammenhang stellte. Von jeher warendie Jesuiten Feinde dieses Kirchenlehrers, vielleichtmehr deßwegen, weil ein anderer Mönchsorden, dieDominikaner, ihn priesen, als weil diese in ihrer Or-denssittenlehre dem Pelagianismus huldigten. Kaum