L24 Einleitung.
tratt also nach Jansens Tode sein2lugusim ans Licht-als die Jesuiten denselben erst durch die römische Insquisizion, und dann durch eine eigene Bulle von Ur-ban VIH. in die Verzeichnisse verbotener Bücher setzenliessen. Diese Bulle wollte die hohe Schule zu Eöwcnso wenig / als die zu paris-annehmen. Allzu laut sprachman insgemein davon/ daß weder die Herren von derInquisizion/ noch UrbanVUl. jemals die wohlbeleibtenFolianten des Bischofs von Ipern gelesen / sondernnur gethan hatten / was die Jesuiten, und der schlaueKardinal Richelieu wollten. Daß eine solche Aeusse-rung der Ehre des römischen Stuhles höchst Nachtheil-lig seyn müßte / wußte man in Rom / wie in der gan-zen Welt; aber nicht geringer konnte die Verlegenheitsey»/ in der man nun war/ den Katholicken zu be-weisen/ daß die Aussprüche des Pabstes unfehlbar seyen.Denn jetzt las jedermann gerade deßwegen/ weil esverboten war / den Augustm des Janjen / und je-dermann begriff nun/ daß es Unverstand und Irrthumgewesen/ ein Buch von solchem Innhalte zu verbieten.Gerne hätte sich der Pabst, da es noch Zeit war/ auseiner so künstlichen Schlinge gerettet; und wirklich hat-te auch die eigens für diese Sache niedergesetzte Kon-gregazien päbstlicher Theologen in dem Werke des nie.derländischen Bischofes so wenig etwas gefunden/ wasverdammenswerkh gewesen wäre/ daß ihr Urtheil viel-mehr gemeinsam dahin gieng/ alles/ was bisher indiesem Geschäfte verhandelt wurde/ für ungeschehn an-zusehen/ und ein ewiges Stillschweigen darüber zubeobachten.
Die Jesuiten müßten weniger ehrsüchtig gewesen sey«/wenn sie/ die zuerst den Angriff thaten / sich so cilser-lig und mit so wenigem Ruhme von dem Kampfplätzeentfernt hätten. Ihnen war es im Grunde nicht darumzu thu»/ ob Janjen Orthodox oder Ketzer sey? Aberes schien ihnen von unendlicher Wichtigkeit zu seyn / ir-gend