Band 
Erster Band.
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227
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Viertes Buch. 227

Die Jansenistcu, oder damals nur die Portropalisteukonnten es bald ahnden, was für ein Schicksal ihnenbestimmt sey, nach dem pelletier, wecher Frank-reichs berühmteste Männer nebst kurzen Lebensbeschrei-bungen in Bildern herauszugeben Willens war, denganz unerwarteten Hofbefehl erhielt, keinen portr ya-listen in seine Sammlung aufzunehmen. Diesem Be-fehle folgte, nachdem dü Harlai Erzbischof von Pa-ris wurde, bald ein anderer, welcher die schönen Ge-bäude von portroMl in Schutt verwandelte, und so-gar der ruhigen Gebeine berühmter Abr. storbenen nichtschonte. Wer noch so glücklich war, dem Gefängnis-se zu entgehen, flüchtete nach Holland, wo sich ausden Jansenistcn eine eigene Kirche bildete, die das Bey-spiel gab, daß man ächt katholisch seyn könne, ohne un-mittelbar von dem römischen Bischöfe abzuhängen.

Hatten die Jesuiten bisher nur stets das Ansehndes römischen Stuhls als den Beweggrund ihres Janssenistenhaffes vorgegeben, so bewiesen sie doch bald,daß weltliche Absichten die Seele ihrer Handlungenwaren. Der von ihnen durchaus beherrschte Lud-wig XIV. wollte, vielleicht mehr aus einem Anfallevon übermüthigem Stolze, als aus über cgter Berech-nung aller Folgen, über die Kirche so unumschränktals über den Staat regieren. Er ließ zu der nämli-chen Zeit, da er durch Verfolgung der Iansenistendem Pabste Gewalt über seine Unterthanen einräumte,von seiner Geistlichkeit in dem bekannten Regalien,streit dem römischen Hofe Streiche versetzen, die erheut zu Tage noch empfindet. Wäre doch Ludwig XI V.auch konsequent in seinen Handlungen gewesen, undhätte der Erfolg nicht bewiesen, daß die Jesuiten sich die.ses ganzen Regalienstrcits nur als eines gesuchten Vor-wandes bedienten, Innozen; XI. aus Privatrachezu kranken! Denn wie hatte sonst wohl ein König ge-rade in dem Augenblicke, da er sich vvm Joche des