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Erster Band.
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292 Gesch. d. römischkatch. Kirche.

schickt zu drehen, daß jede Pärchen der Meynungwar, an ihm gerade den Mann gefunden zu haben,der in solchen Umstanden der beßte für das Interesseder Kirche sey.

Hatte de Solls nicht gebundene Hände gehabt,so wäre, trotz aller Jnkricke von Seite der Aclanten,Kardinal Simon, Pabst geworden. Dieses war dennauch die Absicht der auswärtigen Höfe; und (taftellierhielt nur auf Betrieb des Staatsministers von islea-pel, des bekannten Tanucci, das Sekret des spani-schen Hofes, weil jener Minister dem de Solls nichttraute, und in dem Wahne stuhnd, daß Eastelli, derals Herzensfreund des Simon, bekannt war, weitthätiger, als de Solls, die Erhebung dieses Kardi-nals befördern würde. Aber die Höfe wurden in ih-rem Wahne getauscht. Sie sahen es nicht voraus, daßder schlaue s)on;etti über den schwächlichen Greifenalles vermögen, und Drasch, die Kunst verstehen wür-de, durch Verstellung beyde Faktionen zu täuschen.

Nachdem noch am iz> Hornung 1775. verschiedeneVersuche gewagt wurden, dem Simon, die dreyfa-che Krone auf das Haupt zu setzen, vereinigten sichendlich die Partheyen am 14. Abends, und am iZ.eilten alle Kardinale in die Zelle des Brasch,, um ihmanzukündigen, daß er Pabst sey.

Aus allem, was bey dieser Wahl vorgieng, läßtsich unendlich schwer die kanonische Gültigkeit derselbenbeweisen. Offenbar war sie das Werk einer Faktion,die, um ihren Zweck zu erreichen, selbst die nieder-trächtigsten Mittel nicht verschmähte. Von Anfangbis zu Ende des Konklave rangen unaufhörlich Leiden-schaften, Herrschsucht und Kaballe, entgegengesetzteAbsichten zu erreichen. Selbst das Benehmen desje,nigen, welcher nun nach den Begriffen der Römer-theologen den sichtbaren Statthafter Gottes und denallgemeinen Vater und Hirten der Völker vorstellen