;i4 Gesch. d römischkath. Kirche.
gen der zu schweren Bürde eben so kindisch, als heuch-lerisch. Denn es ist wahrer Unsinn, erst nach Wurden,denen man zur Zeit noch wohl hatte ausweichen kön-nen , zu streben , und sich nachher über ihre Last zu be-schweren, oder, was noch mehr Heuchekey verrath,öffentlich zu bekennen, daß man allzuschwache Schul-tern habe, eine solche Bürde tragen zu können.
Es laßt sich schwer bestimmen,-was für Gründe denPabst eigentlich bewogen haben, seinen Mitbürgernund Verwandten alle öffentlichen Freudenbezeugungcnzu untersagen. Aus häuslicher Sparsamkeit konntedieses nicht wohl geschehen seyn, da der Aufwand,den das Aerarium Publikum wegen der Bekleidung derMädchen, und um den Bctelmönchcn zwo Mahlzei-ten zu geben, machen mußte, um vieles grösser war,als er je hatte sey» können, wenn Privatgesellschafteneinige Feste veranstaltet hatten, plus versprach, dieAusstattungsgelder aus seiner eigenen Kasse zu bezah-len. Allein er hatte nach sieben Jahren die Schuld anden Magistrat von Cessna, welcher jene Summenvon Zeit zu Zeit avanzierte, noch nicht gänzlich ge-tilgt *). Er hatte unter Androhung seiner höchstenUngnade geboten, daß keine Dcputazion von Seiteseiner Mitbürger nach Rom geschickt werden soll. Gleich-wohl nahm er eine solche Dcputazion von vier Edel-leutben aus Cessna, den Herren tssuld, und Altici,und den beyden Marquis Roinagnol, und Cuca-reUi, mit Aeusserungen der Freude an; und die ganzeStrafe, die er auf die Uebertrctkung seines Verbotessetzte, bcstuhnd darr'nn, daß er die beyden letztemzn seinen geheimen überzähligen Kammerberren, denGuidi erst zu einem Staatsminister und nachher zumKardinal, und den Altici zur fetten Pfründe einer Kom-
') cittn ,Ii Lctens aapjio il Icttimo nnno del Ina konti-lleata non er» ünt» per snclie interamente rimpurraki.