Band 
Erster Band.
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Zweytes Buch.

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den, so machte er, weil er seiner vollkommenen Umschuld theils nach seinem eigenen Gewissen, theils auSdem Prozeß selbst gewiß war, wiederholte Vorstellunggen, man möchte ihm den Beweggrund seines Verhafttes entdecken, welches ihm zum unerhörten Beyspieleunter so vielen tausend Gefangenen in gesitteten undaufgeklärten Staaten abgeschlagen wurde. Er gabhierauf bey der niedergesetzten Kongregazion wegen sei-ner Befrcyung eine Bittschrift ein; und da er bloßvermuthen konnte, daß man ihn deßwegen angehal-ten hatte, weil man besorgte, er möchte die aufgeho-bene Gesellschaft wieder herzustellen suchen, so zeigteer mit deutlichen Gründen, daß man diesen Verdachtgegen ihn nicht haben könnte. Dieses alles kann HerrAndrerti bezeugen, und die Urkunden davon vorle-gen. Er bekam mit folgenden ausdrücklichen Wortendie Antwort: 8i prenäe provvilleu?.a. Dieses geschahim Jenncr 1774. Es stand noch acht Monathe an, sostarb Riemens XlV. und nach dessen Tode verflossenwieder eilf Monathe, ohne daß man diese Vorsorgegenommen hatte. Er sieht sich also mit einer sol-chen Strenge behandelt, welche man nur gegendie schrecklichsten Verbrecher gebraucht, so daß alteSoldaten versichert haben, sie hätten viele Schuldigein diesem Gefängnisse gesehen, aber noch keinen ein.zigen, den man so hart behandelt hatte. Ausser demGefängnisse immer eine Wache im Gesicht! Zur Zeitdes Spazierganges immer Soldaten bestellt, und die-sen verboten, ein Wort zu sprechen! Anderhalb Jahreimmer Trommeln vor den Fenstern aufgestellt, welcheüber die Halste Lichts zurückhielten! Nur ein kleinesEck, aus welchem etwas weniges von der Stadtund dem Felde zu sehen war! Er dankt Ew. Heiligkeitin aller ttnterthanigkeit, daß er aus diesem harten Ker-ker befreyet ist. Der Spaziergang in einem an seinGemach stoßenden Saale, mit dem Verbote sich am