4°s Gesch. d. römischkath. Kirche.
Herrn zu bitten, daß er ihn bald aus dem Elendeund den Gefahren dieses Lebens entreiße, und auflange Jahre das kostbare Leben Ew. Heiligkeit zumBcßtcn der Kirche verlängere. „
Die Bittschrift blieb für den Supplikanten ohne alleWirkung, pius wollte, als dieselbe einige Zeit nachRicci's Tod gedruckt umhergcboten wurde, sogar be-haupten, sie nie erhalten zu haben. Allein die Atlan-ten geben vor, daß der Pabsi nicht allein von dieserBittschrift, sondern auch von dem Zustande, in wel-chem der gefangene Exgeneral sich befand, sehr genauunterrichtet gewesen sey, aber aus Furcht vor der Po-litick der Royalisten eine gänzliche Unwissenheit überbeydes affecktiert habe*). Denn wie wäre es sonst,meynen sie, wohl möglich gewesen, daß plus dasSchicksal eines Gefangenen, dem er zur Zeit, als ernoch Abt und nachher Kardinal war , öfters undbesonders in heimlichen Stunden die Aufwartungmachte, und ihn um seine vielvermögende Gunst an-sprach, als Pabst so ganz habe vernachlässigen kön-nen**)? Wie dem auch seyn mag, so habe» die At-lanten von Plus weit mehr erwartet, als dieser zuleisten im Stande war. Ihnen war es nicht alleinum die Loslassung des Generals aus der Engelsburg,sondern auch um die gänzliche Wiederherstellung des
*) Petra opinarll, cks kio VI. a leanro cki nuove turdnlenreaveile ackvttrto in >>a ailare molto xerieololo 1» politica ckiun antico lVliniürn, elie loleva ckirs: RoZimtis veriur inter-ckieimus, ne roZat! rickeamur.
**) 8e svette il noilrn ponteüce accettatv il nobile invito, ckikar ckirinsre 2 5e il lupplicante, e mvoverii e^Ii Keüo,piv VI- benclie xrrili ponteüce e gran Principe non avrebkspotuto eiüücre lsnra eommoverü alla vista ckett' inkelieekrizionierv, cni eüi sa Plante volte, e inolto xin nette oreelanckelrine ciienckn krelrrto, eck ancüe Larckinals §li avrck tri-bntato i iuoi ollegui eck implorato il cki lui etr'icace xatroei-nio. TttHr.