der die Ketzer des sechzehnten Iahrhunders, die nirgendmehr als in Stapfers Polemik vorhanden sind.
Die wirklichen Feinde der Religion sind von zwoKlassen. Die gefährlichsten sind wahre Philosophen undtiefdenkende Männer ; alle übrigen sind Spötter, d. i.fcichtdenkender geschwätziger Pöbel, der unter dem Pan-ner eines Hume oder Diderot groß thut. Obschon dieseLegion » durch den Hauch einiger witzigen Worte ver-schwinden , so sind sie doch dem nie denkenden adclichenPöbel durch Witz und Menge gefährlich. Sie stützen aberihren Glauben allein auf den.Wahn wirklich denkenderPhilosophen. Würde also durch die Macht vieler aufge-klärter Männer die öffentliche Meinung der Religiongünstig seyn, so würden die Spötter alsobald für diesel-be , wie nun gegen sie, spotten; als die ihre Stärke niein sich selbst, sondern blos in andern finden.
Es wäre zu weitläufig , die Grundsätze der Ungläubi»gen zu untersuchen, um ausfindig zu machen, wo eigent-lich ihre Stärke sey. Doch weiß jedermann, daß sie sichoft auf physische Voraussetzungen stützen; und daß z. D.die Theorie von Ursach und Wirkung , auch die der End-ursachen , welche ein gelehrter Naturforscher am beßtenzu ergründen fähig ist , den Rechtgläubigen am meistenplagen. Wiederum stützet sich der Material sinys aufphysische, auch physiologische Grundsätze und Analogien.Ueberhaupt, wird man sehen, daß die Ungläubigen ihreStärke meist in den neuern Wissenschaften finden , undden Theologen eben deswegen überlegen sind, weil dieseihre alte Kriegskunst beybehalten haben, und, einzig be-panzert mit Sprachen und Kontrovers, in Physik, Mathe-matik, Naturgeschichte und Chymie, ganz schwach sind; da-her sie sich oft mit veralteten theologischen Kraftsprüchcnoder, wie Unbehülfliche, mit Scheltworten heraushelfenwollen ; wodurch sie immer tiefer sinken.