Band 
Sechster Jahrgang.
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blieben / wären noch über ioos. guter redlicher Knechtenvorhanden; und rieht daraus einen Schluß - der uns biSauf's Mark der damaligen Schweiger-Politick blickenläßt. „Darumb„ heißt es nämlich / „verlaß sich nieman„daruff, daß er wähn / die Eidtgenossen müßind unter„Einem Herrn seyn 5;)».

In einem folgenden Schreiben freut sich Lener überalle Maassen / und wünscht ganz Helvetien Glück dazu,daß vadian in Wien den medizinischen Doktorhut an»genommen. Nun könn' er gar Weiber auslesen; (dennunser Joachim war noch oben drein einer der schönstenMänner seiner Zeit ; 6 ),) wenn er nämlich freyen wolle;sonst müß' er freylich ohnehin sich nach einer Person umsetzn/welche ihm einst die Stelle seines itzigen Mädchens (ichdenke jener unelegantcn Lcsbia) ersetze: „Ader» (heißtes am End) „sagend das dem Catherlin nit„, dte erihm übrigens schön zu grüssen bittet

Noch in einer dritten Zuschrift dringt Lcner mit demächten Motiv eines Demokraten auf vadians Rückkehrnach Hause: „Damit,, (sagt er) „die Früchte seines Ge«„nie's und seiner Wissenschaft nicht gerade den größten„Schweiger-Feinden zu Theil werden«; und da va-dian neuerlich öffentlich vor der Welt/ in der Zuschrift sei-nes Faustus an I. p. Graccus / von seiner tiefen Trauerüber den Hinschied seines Oheim Johanns wohl ein we.vig zu viel Aufhebens gemacht, sagt ihm hingegen derrunde Appenzeller ins Ohr: Er müßte sich übel betrü-gen , oder Herr Johann sei. nütze Herrn Joachim mehrunter den Todten als unter den Lebendigen ; 8 ).

Da schreibt der Ulmische Stiftsherr, August. Ma-rkus, an vadian aus Wien nach der Schweig: Daß

35) IL>6.

Z6) Man sehe nur sein Bildniß auf dem Büchcrsale zu St. Gallen-37) i;lS. Z 8 ) l;i 7 >

(Schw. Mus VI. Iahrg. 7. Heft.) I i