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Syuodal-Rede.
Ueber
Aufkläruug.
Gehalten am 2. Winterm. »790. von JohannEscher, Pfarrherr zu Buch, und DekanE. E. Wiuterthurer-Klasse.
26 ann wir die Wege der göttlichen Führung, welche derHerr seiner Kirche mit derselben eingeschlagen, von ih-rem Ursprünge an durch alle die beynahe achtzehn hundertJahre, mit einem stillen Nachdenken betrachten, so müs.sen wir die Weisheit seiner Regierung mit einer anbeten,den Verwunderung verehren. Das forschende Aug erblickthier einen Plan, welcher der Grösse seines erhabenen U»Hebers angemessen ist. Jeder Forschrikt in der so wunder-baren Ausführung ist eine nähere, oder entferntere Zube-reitung zu den so schönen Tagen der Erleuchtung, in de.nen wir leben. Die in eine finstere Nacht des thörigstenAberglaubens und der schändlichsten Unwissenheit versun.kene Welt mußte zuerst von der Grösse ihrer mannigfachenVerirrung überzeugt, und schaamroth gemachct werden.Ganze Jahrhunderte wurde von den christlichen Lehrerndarüber gekämpft, das menschliche Geschlecht von diesemUnrath zu säubern. Durch das Licht des Evangeliumswurden die gesitteten Völker allmählig geläutert und er.weckt. Aber, wie sollte nun den barbarischen Völkerndes Nordens, und entfernten Scylhiern geholfen werden?Eine Anzahl Lehrer zu L'uthen senden, deren Vernunfteben so rohe, als ihre Sitten wilv und barbarisch waren,hieß eben so viel, als, unschuldige Menschen zu Metall,gruben verurtheilen, von denen keine Ausbeute zu hoffen