Band 
Sechster Jahrgang.
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sen Quaal foltern würde: Daß eine solche allmächtige undunerschöpfliche Güte etwas Besseres, etwas Höheres, undmit seinem dermallgen Verhalten mehr übereinstimmendes,sich vorgesetzt? Ja eben dieses ist es, worüber das ganzemenschliche Geschlecht, und fürnämlich die Beßten unterdemselben, von Gott selbst die Entscheidung erwarteten,und ihrer schwachen Vermuthung und zweifelsvollen Unge-wißheit einmal wünschten los zu werden. Diese aller,wichtigste Frage aber, und unsre letzte ewige Bestimmung,ist nun entschieden. Und wie zuverläßig, wie Gott gezic.mend, wie herrlich ist diese Entscheidung! Die allerfrohe.ste Nachricht von einem ewigen Leben war würdig, nichtnur durch einen Menschen, sondern von Gott selbst be-kannt gemacht zu werden. Gottes ewiger Sohn sollte dergetreue und zuverläßige Zeuge seyn, der das Leben und dieUnsterblichkeit hervor an das Licht gebracht; das Lamm,das für uns geschlachtet worden, war Allein würdig, dasbisdahin den Menschen versiegelte Buch des göttlichen Rath-schlusses zu eröffnen. War der Bote göttlich, so warauch die Botschaft seinem göttlichen Charakter angemes.sen. Eine Erwartung, durch welche wir unsers Daseynserst recht froh werden; und das Glück ein Mensch zuseyn, das alle unsre Wünsche befriedigen sollte, ist vielzu wichtig, als daß der menschenliebende Gott uns hier-über fernerhin quälenden Zweifeln überlassen sollte. Sowie unsere Vernunft, sie mag wollen oder nicht, in derganzen Natur die Spuren eines ewigen und unendlichenGeistes erkennen muß, so entdecken wir eben dieselbe un-aussprechliche Herrlichkeit desselben in der Anordnung desewigen Schicksals seiner vernünftigen Geschöpfe. Hat derMensch von seiner Schöpfung sich nicht das geringste zu.zuschreiben, so hat er auch die Vollendung seiner letztenBestimmung zur Glückseligkeit, zu seinem ganz eigenenWerke gemacht. Die ganze Summe aller göttlichen Rath-