Band 
Sechster Jahrgang.
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schlösse ist in den wenigen Worte» zusammengcfasset: „Da-„mit sich vor ihm kein Fleisch rühmen möge,,. Ebendarum, weil das Heil des Menschen das ganz eigene WerkGottes ist, finden wir alles in demselben so göttlich, allesder Majestät des grossen Gottes so geziemend, alles denBedürfnissen des gegenwärtigen moralischen Zustands derMenschen so angemessen, daß wir auch hierin jene ewigeeinzige Quelle alles wahrhaft Guten verehren müssen.

Laßt uns nun auf diese frohe Botschaft, wie sie durchGottes erbarmende Güte auch unter uns verkündiget wird,näher unsre Augen richten: Wie deutlich, wie begreiflichwird einem jeden das grosse Siegel vorgelegt, mit wel-chem Gott sein himmlisches Zeugniß bekräftiget! Wieleicht, wie glücklich sind nun alle Zweifel gehoben, mitdenen man die Freude unsrer seligen Hoffnungen hat ver.dunkeln wollen! Wie viel besser lernt man nun denjenigenselber kennen, beriethst unsre einzige Hoffnung ist! Den-jenigen Jesum Christum, in welchem das Wohlgefallendes Vaters gewesen, daß in Ihm alle Fülle der Gnadeund Wahrheit wohnen sollte; die nicht nur Worte desewige» Lebens haben, sondern selber das ewige Leben ,die Quelle des ewigen Lebens, und durch diese Segens-quclle der Grund aller wahren Freude einer durch das se.ligste Licht aufgeheiterten Seele seyn sollte. Wie leichtmüssen einem zu dieser seligen Hoffnung erweckten Men-schen alle Pflichten seines himmlischen Berufes werden!Wie leicht der Sieg über alle Eitelkeit dieser vergänglichenWelt, wo die Seele mit solch erhabenen Erwartungenangefüllet ist! Diese wahre Philosophie — wo andersgründliche Erkenntniß und Liebe der untrüglichsten Wahr-heit diesen Namen verdient — hat ihr göttliches Licht auchunter uns weiter ausgebreitet, als man vielleicht vermu-thet. Die grosse Begierde, und der Beyfall, mit welchemrecht gründliche Erbanungsschriften durchgehends gelesen

wer-