werden; der zahlreiche Besuch der Predigten eines Lehrers,der gewohnt ist, aus eigener Ueberzeugung und Erfahrungmit seinen Zuhörern von ihrer ewigen Angelegenheit zureden; der christliche und schöne Wohlstand, den viele un«ter unS in ihrem ganzen Verhalten, sowohl öffentlich alSzu Hause beobachten — und fürnämlich die ungehcuchelteHochachtung unsrer heiligen Religion, und hingegen dieVerabscheuung ruchloser Schriften und Menschen, dieaus der feindseligen Behandlung und Geringschätzung derunschätzbarsten und herrlichsten Religion sich eine Ehre ma.chen — und, warum sollt' ich nicht auch der so vielenweltbekannte» Proben der Gütigkeit, der Barmherzigkeitund Liebe gedenken, die unser Volk bis auf den heutigenTag so vorzüglich vor vielen andern unterscheiden — dießalles, und dazu noch der reiche Verrath der beßten Mit-tel, den Verstand mit der richtigsten Erkenntniß zu er.leuchte» und das Herz an die großmüthigsten und edelstenNeigungen zu gewöhnen, läßt uns nicht ohne gute Hoff.nung in die Zukonft hinaussehen, daß das schöne Licht,dessen wir jetzt gemessen, je länger je heller werden; daßdie Menschen die Kraft dieser göttlichen Erleuchtung ausich je mehr und mehr empfinden und offenbaren werden;daß rechtschaffene Leuthe die Verachtung der Religion undchristlichen Tugend unter den abscheulichen Charackter ehr.loser Menschen zählen werden.
L. Denn, Dir. wir müssen es gestehen, daß dem erwünschtenDurchbrüche dieses Lichtes von den Menschen selbst nochviele sehr starke Hindernisse in den Weg geleget werden.Vielen ist der Glanz desselben für ihre kranken Augen garzu heiter und unerträglich. Eine so plötzliche, offene undweite Aussicht in eine ernste Ewigkeit; die hohe und beeschwerlich« Verpflichtung einer würdigen Vorbereitung aufdieselbe; der den menschlichen Hochmuth so sehr nieder,schlagende Glaube an einen gekreuzigten Erlöser; ihre um
(Schw. Mus VI. Iahrg. 7. Heft.) K k