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sich denselben von Zeit zu Zeit je länger je gnädiger hatzu erkennen und zu gemessen geben wollen; sie oft undviel an den würdigen Gebrauch ihrer Seelenkrästen, undan die grosse Schande erinnern, bey so Hellem Lichte lie«der in dem Finstern zu tappen, als sich erleuchten zulassen.
Welch ein gesegnetes Mittel, diese Erleuchtung zu be.födern, liget besonders in der klugen Wahl der Zeit, denMenschen durch dieselbe aufzuklären, wenn man ihn ebendannzumal zu dem Lichte führet, da die Augen seinerSeele sich recht zu öffnen, und die reif gewordene Ver.nunft dasselbe zu fassen und würdig zu gebrauchen vermö»gend sind. Möchten doch die gewünschten Tage kommen,da die wahre und christliche Philosophie desjenigen, indem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntniß ver»borgen legen, das liebste und angenehmste Studium unsrervornehmen und erwachsenen Jugend wäre! Welch ein rei-cher fruchtbarer Saame der edelsten Grundsätze würdedadurch in ihre Seele geleget; wie glücklich würden dieTage unsrer Nachkommen seyn, die von so schönen Lich-tern eine neue Skuffe der Aufklärung erhalten würden;wie freudig würden die geistlichen Zionswächter daS froheTageslicht ankündigen, und sagen: »Die Nacht ist vergan-«gen, der Tag aber ist genahet; so lasset uns nun die»Werke der Finsterniß, die aus Unwissenheit unsrer Wich,
»ten entstanden, hinlegen, und die Waffen des Lichts,
»den Schmuck der Heiligkeit, der aus dem himmlischen«Lichte des Evangeliums entspringet, anlegen»! Welcheine glückselige Ruhe würde die christliche Welt gemessen,wenn keine spottende Lästerer mit ihrem finstern Nachtge,schrey sie mehr irre machen — wenn alle unreinen Nebeldurch den hellen Sonnenglanz der Wahrheit verscheuhet,und nichts als der frohe Anbruch der schönsten Tage wür» lde gesehen werden!