gebe» ihm Anlaß seine Bemühungen mit vielen andern ge.mcinschaftlich zu betreiben. O wie hiengen im guten Al-terthum die guten Jünglinge an den weifen Männern diesie liebgewannen! Wie liessen sich einige vieljährigesSchwejgen gefallen! Wie wurden sie, in ihrem Umgänge,mit der Natur, mit der Gottheit, mit der Sittlichkeit,mit dem höchsten Schönen, dem Wahren und Guten be«kannt, vertraut; wie oft zur Nacheiferung der Lehrer, zumWetteifer mit akademischen Freunden, wie stark zu gutenThaten begeistert!
O das eigene Urtheil, wozu der Jüngling freylich einRecht hat, wird doch wohl bey Männern von geübter Ur-theilskrafr sich nicht verlieren, wohl aber erholen und be-richtigen , und der Fortgang guter Studien wird sich dochbey gelehrten Männern eher als ohne sie finden. Schondie blosse Vorstellung achtsamer Schüler bey vortrefflichenLehrmeistern, das Bild horchender Jünger die den weisenMann umgeben, hat etwas das jedermann gefallen muß.Iosua bey Moses, Salsnron bey Narhan, Timo-theus bey Paulus, könnten nirgendwo besser seyn. SozeiS Euch euer Homer den Telemachus bey Nestor,Mcnelas und seinen Vater Ulxß; den Teucer bey sei-nem Ajax; Achill bey Phönix.
Das sey also ein Haupttheil, oder auch das SiegelEurer ersten Weisheit und Tugend ihr Jünglinge, Triebzu haben nicht nur zu eigenem Forschen, Lesen und Gut,handeln, sondern zum Umgänge, zum Rath und Gesprä.che der Männer, die Gottes Vorsehung über Euch geord.net, und zur willigen klugen Benutzung der schönen An.stalten, die bey uns zum Flor der Wissenschaften vorhan.den sind. Auch das kann ich sagen: In unsern Jünglings,jähren sind je die verständigsten und talentreichsten am lieb.sten und fleißigsten zu unsern unvergeßlichen Bodmern