Band 
Sechster Jahrgang.
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Sein dankbares Vaterland belohnte diese uneigennüzigeAnhänglichkeit mit dem edelmüthtgsten und unbegrenztestenZutrauen, und bcnuzte seine Talente zum Beßren des ge-meinen Wesens. Im I. >75?. wurde er nach Lausannegeichikr, um die Akademie zu verbessern, und im folgen«den Jahr sandte ihn der Senat, einige merkwürdige Uc-berbleibsel von Alterthümern, die kurz vorher zu Rulnrentdekt worden waren, zu untersuchen. Obngefähr umdie gleiche Zeit erhielt er die Stelle eines Direktors derSalzwerke z» Bex und AiFle mit einem jährlichen Ge-halt von 5000 Gulden. Während dieser Beamtung, diesechs Jahre dauert, wohnte er zu la Röche. In diesemeinsamen Aufenthalt beschäftigte er sich mit der Aufsichtüber die Salzwerke und Verbesserung derselben, wovon ereine kurze Nachricht bekannt gemacht hat; und mit gele.genheitlichen Exkursionen in die benachbarte Gegend, dieer gleichfalls beschrieb; aber diese Einsamkeit wird dadurchnoch weit merkwürdiger, daß er in derselben sein grossesWerk über die Physiologie ausarbeitete.

So vielumfafsend und glüklich auch Haklers Bemühun,gen rn den verschiedenen Zweigen medizinischer Kenntnissewaren, so scheint doch Physiologie seine Lieblingsbeschäf-tigung gewesen zu seyn, bey der er die ganze Stärke seinesGenies zeigte, und auf die sich sein Verdienst als Erfin-der in den Wissenschaften gründet. Seine Anfangsgründeder Physiologie; , die er 1747.

in Göttinnen herausgab, enthalten den Plan des unsterb-lichen Werks, dessen Vorläufer sie waren, und dem derVerfasser nur den bescheidenen Titel Elemente,

giebt, in acht Bänden 4". dievon 1757. bis 1766. erschienen sind. Bocrhavcns Plangemäß ist hier d«ejer Theil der Naturlehre von theoretischenSubtilitäten, von den Fesseln metaphysischer, mechani»scher , und chymischer Hypothesen befreyk , mit welchen er

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