Band 
Sechster Jahrgang.
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vor Zeiten beladen war, und zum erstenmal auf die ächteGrundlage anatomischer Kenntnisse gebaut. UebrigenSwird es hinreichend seyn zu bemerken, daß die außerordent-lichen Kenntnisse, die er in Absicht auf den Bau deSmenschlichen Körpers bewies, sein »»ermüdetes Forschennach Thatsachen und nach den Meinungen seiner Vorgän-ger, seine einsichtsvolle Auswahl derselben zur Bestätigungseiner eigenen Behauptungen, seine Gestbicklichkeit in dervergleichenden Anatomie, der weite Umfang seiner Ent-deckungen , die Anwendung des Ganzen, um den Nutzeneinzelner Theile des menschlichen Körpers ins Licht zu se.zen, ein so auffallendes Beyspiel von Gelehrsamkeit, Fleiß,Scharfsinn und Genie darstellen, welches ohne Zweifel denNamen des Verfassers, als eines der größten Beförderernüzlicher Kenntnisse, auf die Nachwelt bringen wird.

Bey seiner Zurückkunfl nach Bern wurde er zum Mit-gliede der deutschen Avpellativnskammer, der Venuerkam,wer, des Ehegerichts und einer die Verbesserung der öko-nomischen Umstände der Welschen Lande zum Endzweckehabenden Kommißion, erwählt. Auch wurde er mit ei«nem jährlichen Gehalt von ungefähr 1000. Gulden zumbeständigen Bcystzer des Sanitatsraths ernannt, als zumZeichen der Erkenntlichkeit seines Vaterlandes, daß er soviele glänzende Anerbietuvgcn fremder Höfe auSgeschlage»,und seinen Geburthöort der Erhöhung seiner Glüksumständevorgezogen hatte. In diesen verschiedenen Aemtern leisteteer dem Staat durch Befvderung der nüzlichsten Eiurich.tungen, Vorschläge zu nöthigen Abänderungen, und Ent-würfe zu neuen Gesetzen und Verordnungen, wesentlicheDienste. Als Beysitzer der Sanitätskammer bewies er sichbesonders nüzlich durch Beföderung der wichtigsten Anstal«ten, alü z. B. Verordnung wider die Quacksalber, Wie-derherstellung ertrunkener Personen, und Mittel» die Ver,Hreitung einer ansteckenden Seuche zu verhindern, die da«