len Journalen, daß er eine» Mann, der so gottlose Mey.nungen hege, weder für seinen Freund noch für seinenSchüler anerkenne. In einer Vorrede, die er 1751. zuFormey's Auszug aus dein von
Lrousaz schrieb, mahlt er die schrecklichen Würkungendes Unglaubens sowohl auf die Gesellschaft überhaupt alsauf einzelne Menschen mit den stärksten Farben. Auch gabtr in deutscher Sprache Bn'efc an seine Tochter über dieWahrheiten der christlichen Gffcnbahrung heraus,und einen Auszug aus Di'trons Beweis von der Wahr-heit der Auferstehung Jesu Christi, der, wie er mit Dankanerkennet, zuerst jeden Zweifel über diesen Gegenstandbey ihm hinwegräumte. Er gesteht zu gleicher Zeit, daßes ihm unendliches Vergnügen gewährte, das neue Testa-ment zu studieren, weil er nie des Umgangs mit Gott ge-wisser war, als wann er seinen willen in diesem götlli.chen Buche las.
Im I. -77;. publizierte er endlich, auch in deutscherSprache: Briefe, verschiedene neuere versuche nochlebender Freygeister gegen die Offenbarung betref-fend. In diesem Werk untersucht und widerlegt der Ver-fasser die Einwürfe gegen das Christenthum, die Voltairein seinen in einem so lebhaften
und vcrführerschcn Stil vorgebracht hatte. »Wenn man»,sagt Scnncbier „die letzter Schrift als ein Register der»Zweifel und Beweisgründe gegen die christliche Religion»ansehen kann; so mag man das Hallersche Werk ein»Verzeichniß der Antworten zu Gunsten eben dieser Offen«»bahrung nennen, das von denjenigen, welche beyde Sei-»ten dieser wichtigen Streitfrage mit Unparteilichkeit prü.»fcn wollen, muß zu Rath gezogen werben,,. Wenn Ge.lehrsamkeit und Philosophie, anstatt durch kunstvolle So-phisterei) zu einer Stütze skeptischer Meinungen mißbrauchtzu werden, sich so für die Sache der Religion vereinige»,