so sind sie eine wahre Ehre für den Besitzer, und eineWohlthat für die menschllcve Gesellschaft.
Wirklich war dieser grosse und rechtschaffene Mann nichtfrey von allzubanqen Besorgnissen für seine künftige Se-ligkeit. Diese Bedrückung des Geistes, die man billig alsWirkung der Krankheit ansehen sollte, und die Wärme sei,ner Einbildungskraft, vielleicht nicht ohne Einfluß der ein-schränkenden Grundsätze des Kalvinismus, in welchen ererzogen war, verleiteten ihn, mehr die Gerechtigkeitals die Barmherzigkeit Gottes in Betrachtung zu ziehen,und sich in dem endlosen Labyrinth von Prädestinationund Gnade zu verirren. In einem solchen Anfalle vonMutlosigkeit, verglich er sich selbst, in dieser Ungewißheitüber seine Errettung, einem Manne, der ohne Stütze andem Rand eines Abgrunds steht, und jeden Augenblickseinen Fall erwartet. Ein andermal bricht er, begeistertvon seiner feurigen Liebe für die Wissenschaften (in einemBriefe an seinen Freund Bonner) in folgende Worte aus,die seinen Schmerz ausdrücken eine Well zu verlassen, dieer durch feine Entdeckungen aufgeklärt hatte, und die ermit feinem Eifer und Fleiß noch ferner hätte aufklären kön-nen : „ O! mein armes Gehirn, das in Staub verwan.„dcll werden muß! und o der Erkenntniß und Wissenschaft»aller, die ich mit so unermüdeter Arbeit gesammelt habe,»und welche nun bald gleich dem Traum eines Kindes„dahin schwinden wird»!
Einem Manne, der auch die Unvollkommenheiten dermenschlichen Natur, selbst in ihrem erhabensten Zustandefühlt und ehrt, sind diese kleinen Schwachheiten emesgrossen Geistes, der von körperlicher Reitzbarkeit überwäl-tigt wird, und gegen jugendliche Vorurtheile kämpft, vielinteressanter als die prächtigsten, übertriebenen Schilde-rungen einer nie irrenden Weisheit oder immer gleichenTugend, die nie wirklich gewesen sind. Und es ist kein