Band 
Sechster Jahrgang.
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wußte: Innert zweyer Jahre Frist nämlich/ werde erUlrichen, zu einem Denkmal seiner Freundschaft, ein nahebey pavia gelegenes angenehmes Lusthaus, mit den da-zu gehörigen, freylich 12. Meilen weil davon entlegenenGütern zu Tasellis als Eigenthum überlassen, aus derenProduckten er sehr gemächlich leben könne. Zugleich wolleer ihm einen treuen Menschen in Dienste geben, der dieseGrundstücke und ihre ächte Bewerbungsart am Beßrenkenne, üderdieß ein trcflichec Kochsund kurz die rechteHand und der rechte Fuß seines Herrn sey, auch oben-drein schon einen hübschen Anfang in den Wissenschaftenhabe, und weiter» Unterricht verdiene, wozu Falco ihnhiemit seinem Freund vorläufig empfehle ;o).

Aus dem oben angeführten Briefe von Omgnaucr,und dem gegenwärtigen an Falco erhellet, baß Zrvinglium diese Zeit zwey neue lateinische Auftätze schrieb; einen:N?ie man den Tod nicht fürchten soll, und dann ei-nen Dialog von unbekanntem Jnnhait, der auch seinesErasmus Beyfall erhielt. Wie er aber schon damalsüber den erstern Gegenstand dachte, zeigt uns eine Stelleaus seinem Labyrinth: „Darum munter,,, heißt esdarin», »dem Kühnen hilft das Glück. Will es denn„nicht, und erzeigt seine Tücke, nun so ist es genug, daß„einer in dem grossen Unternehmen sein Mögliches ge.„than. Denn mit Ehren geht niemand aus der Welt,„als der den ein tapfrer Tod hinreißt,,.

Wie hoch schon damals unsern Zwinglm Erasmusgeschätzt, ersehen wir aus einem Briefe, den er ihm ge-gen das I. i;i 4 > aus Basel schrieb : »Deine Zuneigung«für mich, geliebter Ulrich! nebst dem Scharfsinn und„der muntern Laune deiner gelehrten Briefe macht mir„ungemeines Vergnügen; und wenn ich kurz im Antwor»zo) i;-;.