Tafel nicht übel leben können; wie Glarean übrigensihnen stets an der Hand sey, mit ihnen gegenwärtig denLl'vilis und Aulus Gcllius lese, und sie auch in denAnfangsgründen des Griechischen unterweise, u. s. f.Endlich bittet er Fwinglin, ihm doch bey seinen Ver-wandten gut Wetter zu machen wenn er etwa um Geldschreibe.
Im Herbst des folgenden Jahrs i;i6. bezeugt PeterTschuvi gegen unsern Ulrich seine Freude über die Rück-kehr eines seiner Bruder aus Frankreich (ich denke Frr-dolins, Ludwigs oder Mcinrads, welche alle Kriegs-gurgeln waren); dankt ihm für seine nnermüdcte Ver-Wendung zu seinen und seines Vetter Valentins Gunsten;findet, daß Glarus nichts betrübters begegnen könne,als wenn Fwingli, wie er höre, seinen dortigen Po-sten verlassen, und nach Einsiedeln ziehen will; und bit-tet ihn endlich um Nachsicht, wenn er, wie er gar wohlwisse, sich nicht selten, im Schreiben und Thun, gegenGrazie und Eleganz versündigen sollte. Und bald nach-her ;4) bedauert er gegen seinen Lehrer die stete Unpäß.lichkeit des obigen, oder eines andern seiner Brüder vonerster Ehe, wie es scheint: »Denn ach»! ruft er aus,»wenn er stürbe, der mir bey meinem Vater so gut das„Wort redet, als ob wir unter gleichem Herzen gelegen„ wären, wie ertrüg' ich's da! Dringen doch sonst die„andern alle in mich, daß ich je eher je lieber Magister»werden soll. Ob das nun ächt brüderlich gerathen heisse,»laß ich dahin gestellt seyn. Ein so junger Mensch, wie„ich, und dem, von früher Kindheit au, noch so viele»Narrenspossen im Kopf stecken — was würde daraus»werden? Also bitt' ich dich, mein innigst verehrter Gön-»ner! rede doch mit dem Vater, und erklär' ihm alles»wohl; denn du weißt, solcher Sachen ist er nicht kuw84 ) Nvv. 1516.