„steten Pfand meiner Liebe. Der Schatten des Zeigers„sey dir ein Bild unser- Lebens, und von der Welt hin,„ eilende» Freuden; und dieser Kreis von Sternen erhebe„dein Gemüth zu dem grossen Herrn, der sie in ihren„leuchtenden Bahnen führt. Da nahm ich sie wainend„an, die niedliche Gabe, ließ den Namen des theuern„Gebers drauf graben, und bedeckte ihn mit meinen„ Küssen ».
Und seinen Schüler Tschudi, den er seines Vaterlandsschönste Hoffnung nennt, erinnert er in der an ihn gcrich.teten Epistel: „Vor allen Dingen Gott vor Augen zu ha,„ ben, der ihm, was er mit Weisheit wünsche, gewähr„ren — und die H. Jungfrau zu ehren, die sein Her;„rein und keusch bewahren werde». „Auch die verklär«„ten Schutzgeister deines Volks» (fährt der ehrliche Mannfort) „sollst du um ihren Beystand anrufen. Denn der„ Hülfe von oben bedarf immer der Mensch der hieniedcn„im Schalten wohnt, und in diesem Dunkel oft nicht„erblicken kann was ihm schädlich ist; der nicht selten al«„les schön, aber desto seltener etwas richtig sieht». Undan einer andern Stelle dieses Briefs nennt er die Kunstzu leben „eine nie auszulernende Wissenschaft, gegen well„che eine jede andre Traum und Thorheit sey»; undsetzt die erste Regel dieser grossen Kunde in die Fertigkeit:„Die mancherley Uebel in der Welt mit gelassenem Ge«„müth ertragen zu können — und besonders sich nicht ge-„gen die Schuster in allen Ständen zu ereifern, welche„über ihren Leisten gehn».
Und endlich schließt er damit: »Keinen meinen Schü«„ler lehrt' ich, aber auch keinen liebte ich mehr, als dich.„Was indessen wahre Liebe sy, weißt du vielleicht noch„nicht, mein geliebter Kleiner! Ader wohl nur zu frühe„wirst du'ü erfahren, wenn einst ein träger Murrkopf,„der kaum die Zahlen kennt, dich Algcber lehren will».