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iinsgemein für delikat gehaltenen Gerichte. Milchspeisenund Baumfrüchte liebte er immer sehr; Eyer sind seineLieblingskost. — Seme Stimme ist nicht allzustark, dochauch nicht schwach, und sehr vernehmlich; ohne zart undwohlklingend zu seyn, spricht er deutlich, scheint aber vonder Natur kein Talent zum Singen zu haben, so sehr ersonst alle Mustck liebt. Seine Aussprache ist wohl aus.haltend und abgesetzt, und weder zu schnell »och stotternd.— Ein Freund von einfacher Kleidung, trägt er nie seide.nes Gewand, Purpur und göldene Ketten, alS wenn ernicht anders darf. Er macht sich zum Erstaunen wenigaus allen Ceremonien, worein man sonst gewöhnlich dieHöflichkeit setzt; und so wie er sie von niemand verlangt,so beobachtet er dieselben auch nicht ängstlich gegen andre,weder bey Gastmählern noch bey andern öffentlichen Zusam.menkünsien, so wohl er sich auch dabey zu benehmen weiß,wenn es ihm drum zu thun ist. Er achtet es kurz für et-was Weibisches und eines Mannes nicht werth, einen gu-ten Theil der Zeit mit dergleichen Kleinigkeiten hinzubrin-gen. Ehedem wich er dem Hofleben und aller Vertraulich-keit mit hohen Personen aus, weil ihm der Zwang beson.ders verhaßt, Gleichheit aber über alUS lieb war; findetsich doch kein noch so eingezogener Hof, an welchem nichtGeräusch, Eifersucht, Verstellung und Ueppigkeit herr-sche, und der von aller Tyrannie rein sey. Es hielt schwer,ihn selbst an Heinrichs VIII. Hof zu ziehen, so höflichund bescheiden auch dieser Fürst ist. — Von Natur hälter sehr viel auf Freyheit und Muffe; so gerne er aber die.ser letztem pflegt, so ist auch in Geschäften niemand em>figer und unermüdcter. — Für die Freundschaft ist er ganzgeschaffen, und halt sich barinne aufs treuste und bestän-digste. Auch scheut er ausgebreitete Bekanntschaft nicht,so wenig Hesiodus davon rühmet. Er ist gegen jeder»mann zu Verbindungen offen; und so wenig er darin»
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