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lehrte» und Eseln, weiß er selbst ihre Thorheit zu geni'es.sen. Auch Possenreiffer mag er leiden, indem er sich mitbewundernswürdiger Geschicklichkeil nach jedermanns Lau.ne zu richten versteht. Mit Frauenzimmern und beson-ders mit seiner Gattin scherzr und lacht er unabläßig.Man möchte ihn den zweyten Demokrims nennen, oderbesser noch jenen pythagoraer, der sorglos durch denMarkt geht, das Getümmel der Käufer und Verkäufer zubeobachten. — Niemand hängt wohl weniger vom Urtheiledes Pöbels ab, so wie hingegen auch niemand sich weni.ger gegen die öffentliche Meinung verstößt. — Ein besvn.dereS Vergnügen gewährt ihm die Beobachtung der Ge-stalten, Eigenschaften und Neigungen von mancherley Thie-ren. Von jeder Vögelart hält er sich welche; und woimmer ein seltenes Thier, ein Affe, Fuchs, Ratte, Wie-sel und dergleichen, und zumal etwas ausländisches derArt zu sehen ist, das kauft er sogleich an stch, und be,fetzt damit sein HauS; so daß, wer dasselbe betritt, al-lenthalben bey sehenswürdigen Dingen zu verweilen hat.Und eben das macht ihm allemal neue Freude, wenn erandrer Vergnügen dabey erblicken kann. Vor Jahrenfloh' er auch die Mädchen nicht; doch geschah eS immerin Zucht und Ehren; und so daß er sich mehr mit Vene«ergötzte, die ihm entgegenkamen, als daß er Jagd auf sieMachte. Auch fesselte ihn geistiger Genuß mehr als das Fleisch.
Von Jugend auf studierte er die schönen Wissenschaften.Als Jüngling legte er sich auf die griechische Sprache undPhilosophie, welches aber seinem Vater, einem sonst klu.gen und rechtschaffnen Manne, so sehr zuwider war, daßer deßwegen seine Hand ganz von ihm abzog, und ihnbeynahe enterbt hätte, weil er die väterlichen Studien zuvernachläßigen schien; denn der Alte war ein Rechtsgelehr-ter. Und diese Wissenschaft, so wenig sie sich übrigensmit den wahren Wissenschaften verträgt, wird bey den