dritten ungemciu hoch gehalten; auch macht sie ihre Jün-ger sehr berühmt, wenn sie sich dadurch ein Ansehn zu er.werben wissen, und nicht leicht findet unter dieser Nationein anderer und geschickterer Weg zu Reichthum und Ehreals dieser statt. Denn der meiste Adel auf der Insel hak sei«nen Ursprung dieser Art von Kenntnissen zu danken. Man be-hauptet aber, daß es niemand zu einer besondern Vollkommen,heil darinne bringen könne, der nicht mehrere Jahre eisernenFleisses darauf verwendet hätte. So sehr nun das Genie unsersJünglings, zu etwas Bcfferm bestimmt, einen Widerwillen da.gegen hatte, so war er dennoch auch darinn, gleich nachdem ersich die Schulkenntoisse zu eigen gemacht hatte- so glücklich,daß streitende Partheyen ihn am liebsten zu ihrem Sach.Walter begehrten, und er eben so viel damit gewann, alsirgend einer von denen die sich dieß zu ihrem einigen Ge-schäfte gemacht; so einen talentreichen und schnellfasscndenGeist hatte er. — Eben so vielen Fleiß verwendete er aufdas Studium der Kirchenvater. Beynahe als Knabe nocherklärte er einer grossen Menge von Zuhörern AuguftinsBücher von der Stadt Gottes; und selbst Priester undalte Männer bereuten es nicht und schämten sich nicht,den Unterricht eines weltlichen Jünglings über geistlicheDinge anzuhören. — Mittlerweile wiedmete er sich ganzden Uebungen der Andacht, und bereitete sich durch Wa-chen, Fasten und Beten, und andere dergleichen Vorübun-gen , auf den Priesterstand vor. Und hierinne handelteer eben nicht klüger, als die meisten von denen, welchesich in eine so beschwerliche Lebensart hineindrängen , ohneerst ihre Kräfte »ersticht zu haben. Wirklich hinderte ihnnichts dieselbe zu ergreifen, als sein Unvermögen der Eheentsagen zu können; und st> wollte er denn doch lieber einkeuscher Ehemann als ein unreiner Priester seyn. Erwählte sich ein ganz junges Mädchen von vornehmem Ge.schlecht, allein noch ganz ungebildet, und auf dem Land^
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