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nur unter ihren Verwandten und Geschwisterten erzogen,damit er sie desto leichter nach seinem Sinn' und Cbarack.ter umschaffen könnte. Sodann ließ er sie in den Wissen,schasten unterrichten, und die Mustck aus dem Grundelernen, und bildete sie so fürtrefflich, daß er so gerne sei»ganzes Leben mit ihr hingebracht hätte. Aber ach! einfrüher Tod entriß sie ihm; doch hatte sie ihm einige Kin.der gebohren, von welchen drey Mädchen, Margarccha,Aloysia, «tezilia, und ein Sohn Johannes, noch amLeben sind. Auch iezt mochte er nicht lange unverehlichtbleiben, so sehr ihm seine Freunde anders riethen. We.nige Monathe nach dem Tode seiner Frau heurathete ereine Wittwe, die eben nicht weder vorzüglich hübsch nochsehr jung, dafür aber eine strenge wachsame Hauswirthinwar; also nicht aus Wollust, sondern zur Besorgung sei-ner Oekonomie; und mit dieser lebt er nun so süß undlieblich, als wenn sie daS niedlichste Kind unterm Mondewäre. Aber auch kaum erhält ein Mann von seinemWeibe mit befehlendem Ernste so vielen Gehorsam, als ermit schmeichelndem Scherze. Und wie könnte ihm etwasvon ihr unerhältlich bleiben, da er über diese schon in dieJahre kommende, mehr zum Ernst als zur Lustigkeit aufge-legte Person so viel vermochte, daß sie noch die Cithar,die Laute, das Monochord und die Flöte spielen lernte, und»hm täglich von dem ihr hierinn vorgeschriebenen PensumRechenschaft ablegte? — Mit derselben milden Freund-lichkeit steht er auch seinem ganzen Hause vor; da setzt esnie kein Gezänk oder sonst unangenehme Scene ab. Willso was entstehen, sogleich weißt er's abzulenken, und einZiel zu stecken. Niemal entließ er jemanden von sich derihm übel gewollt hätte. Sein Haus scheint zu einem be«sondern Glücke gleichsam eingeweiht zu seyn; denn nie.mand lebte noch darinn, der nicht zu einigem Wohlständegelangt wäre; und keiner verlor da etwas von seinem gu.