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Der au- des Wahnes TraucrhöhleMächtig die schmachtende Seele rettetUnd mit der lächelnden Stirne des AbendrotesDas Dunkel vor sich her verjaget.
Nun eil' ich nach vielen Monden zu dir,
Mann meiner Schwester! Bruder meiner Serie!
Längst wärest du mir ApollUnd ein Musentempel dein Haus.
Mit der göttlichfrvhen Miene der Sonne ,
Wenn sie auf der Erde Frühlingsau«»
Blumenkinder wachsen sieht,
Sahst du meiner stützen Jugend KnospeSchon liebliche Blüthen verheiffeu,
Die nun der Muse Hand zur Frucht gereifet Hat,
Ost glimmte nur ein junger Trieb in mir;
Du fachtest ihn an,
Daß er zur hellen Flamme aufloderte.
Oft auch, wenn mein unmündiger GeistVor den steilen Wegen der Kunst zurückschauerte,
Riefst du schöpferisch in die zweifelnde Brüstt^ So werde ein Lied!,,
Es wurde ein Lied,
Und sichtbar kam die Begeisterung
Vom nahe« Lindeuschatten -) auf mich herab,
Oder sie besuchte mich
Auf den grünlichen Wooge» der Flüsse;
Wie dort am Ufer deiner vaterländischen Linth,
Wo sie im zitternden Schatten des KikschbaumS,
Im heiligen Schauer umflatternder Träume,
Auf dem moosigen Steine mich fand.
Willst d» sehen das Kind der Begeisterung,
Die Seele des feurigen LiedeS,
Das durch die Stimme des Stromes mir ward?
Du sollst sie sehen, die Seele des Liedes;
Zwar nicht, wie der Dichter sie sah —
s) Seine Wohnung ist nah' am Gpielhofe, einem angenehmen,mit Linden beschatteten Platze, worauf dieser Vers deutet.