Band 
Sechster Jahrgang.
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Im nachahmenden Kleide der SpracheSollst dn sie seh'n r

Als ich ein Kind war, warst du das erste Wort,

Das meine Zunge lallte mit halbem Ton',

Und an dem Rande deines UfersLernt' ich durch Fallen die Kunst zu gehen.

Dem muntern Knabeu lispelte deine FluthSchon frühe Freuden in das entzückte Herr»

Und seines Busens Heister AthemAhndete Nachruhm in fernen Zeiten.

Doch nicht dem Knaben, und nicht dem JünglingeVerräth dein Rauschen hohe Begeisterung;

Vor Freuden über deine GrösseKann er nur waiuen und kann nicht singen-

Jtzt, da des Alters reifere Locken mirDie Scheitel krönen; ihr, da der MusenchorMir nickt umsonst die Leyer schenkteDaß sie unrühmlich in Trägheit schlummre,

Will ich die Saiten, stimmen zum Donnerflug,

Der deinen Namen über die niedre Lust,

Kühn auf der Ode starke» Flügeln,

Horchenden Welten entgegen wehe.

Auf kühler Alpen silberner Höh' gebahr

Die Mutter Limmra z) dich aus dem wilden Schoos;

Schon in der rohen Felsenwiege,

Wo ach gewöhnliche Kinder lallen»

Verwirrte deine Stimme den nahen Hirt,

Daß er verwundernd hin zu der Quelle trat,

Und den erstaunten Nachhall fragte:

» Echo! was wird aus dem Kinde werden? „

Den raschen Jüngling hält nicht der Wollust ArmZurücke» weilet nicht der zu weiche Pfad

g) Der hier besungene Fluß entspringt in einer glarnerschen Alp,die Ämmern heißt.