Des Müßigganges, den er hasset;
Ans den Umarmungen seiner Mutter
Eilt er mit Riesenschritten die Heldenbahu,
Flieht bald der Vaterberge bereiste Lust,
Und früh gewandt zu kühnen SpielenWeicht er dem näheren Himmel, stürzt sich
In schwarze Tiefen; wo ihn des Spähers AugNicht aussucht, wo ihm weder der Sonne StralDas Silber seiner Woogen kleidet,
Noch des sanft schwimmenden MoudeS Antlitz.
Da wälzt der Edle donnernder Wolken StaubDurch enge Klüfte, bildet sein junges HerzIm Schauer stiller DunkelheitenFurchtbar zu löblicher Zukunft Thaten.
Umsonst verbirgt dich einsamer Felsen Nacht;
Des Menschen Fürwitz spüret dir immer nach,
Bewundert dein geheimstes Leben,
Bahnet sich Pfade zu deiner Wohnung.
Er war's, der dich auf Hangendem SteingewLlb' 4)Muthvoll bespähte und mit gesenktem Blick',
Ob ihn der bleiche Schwindel schreckte,
Frech in die brausende Hölle starrte.
Auch meinen Augen war eS vergönnt zu sehn.
Wie deiner Wellen Taumel den Wald erschreckt,
Daß Haupt und Wurzel dir erzittert;
Wie du im schäumenden Zorne auffährst,
Wenn ungeweihter Sehnsucht dein HeiligthumSich öffnen muß; wie da sich dein WogenstMIm Donner der gepeischtcn HallenZwischen dem wankenden Grund durchrollet.
4) Die sogenannte pantenbrücke, nach welcher viele Ausländerwallfahrten, die hier beschriebenen Merkwürdigkeiten der Naturrn besichtigen.