Band 
Sechster Jahrgang.
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Auf! zeige Jüngling! deinen geprüften ArmDem blöden Thale, das dich in Fesseln wähnt;Erschein' in deiner Männerstärke lWeise dich frey, wie dein Volk, und thätig!

Er kömmt — der Hayne Wipfel, der Hayne Chor,Der Hayne Nymphen strömen ihm Grüsse nach;Die Sonne sieht daher ihn rauschen,

Sieht ihn — und staunet ab seiner Grösse.

Und du, mein Päan! der du den Jüngling nunBesungen, folge ferner dem Göttlichen!

Enthebe dich der Erde Hügeln!

Rausche dahin, wie die wilden Wellen!

Verfolge deinen Lauf mit des Stromes Lauf!Schwillt er von Freuden, juble Triumph darein!Betrübet Unglück seine Fluthen,

Waiue darein! wenn er donnert, donnre!

Wie tanzt er nebe» glücklichen Hütten hin,

Die ring« zerstreuet liegen aus grüner Fsur,

Und auf den Stirne» kahler Berge,

Oder an Hangenden Felseurücken.

Hier, wo der Landmann eigene Tage lebt,

Die keine Wolke giftiger Neigung trübt,

Weil fern von Menschen nur sich selberUnd ihre Heimath die Einfalt kennet,

Hier wohnt die Freyheit! Hier hat sie uubemerktIm stillen Schatten heiliger EinsamkeitDen Nacken fteygebohrner JugendMütterlichmilde mit Muth gestählet.

Soll' ich die Wunder singen, o edle Linth!

Die Wunder deines Reiches? Wie deine FlnthIm Schlangengange viele BilderEmsigkeitseeliger Dörfer spiegelt?

Wie manches Baches Reichthum zur Rechte« dir,Wie manche Wasserfalle rur Linken dir,