Band 
Sechster Jahrgang.
JPEG-Download
 

sagten Tags zu Emsiedeln (,6. Apk. i;ri.) findet fichindessen vvn diesen Dingen keine Spur.

Endlich fieng der gemeine Mann von Schweitz lautzu murren an, daß die billige Genugthuung für einen sobittern Schimpf ihm nicht werden möge. Man schriebaufs neue an den König und feinen Statthalter zu Mai-land : »Sich >n den Handel zu schicken; wir wölllen ouch» unser Best thun r)». Die übrigen drey waldstatte ferrtigten sogar Gesandte dahin. Man vertröstete sie mit ei.ner nahen günstigen Antwort von Hofe. Sonst hieß cSdann freylich : Man sollte vor allem von Erneuerung derBunceskapiteln, und dann erst von Ansprachen reden 2).Dieses bewog die Luzerm'sche Tagsatzung, Mitte Okto.bers, eine Gesandtschaft von allen Orten an die Gemein»de nach Schweitz zu senden , welche bereits den Tag zumAuszuge ,) festgesetzt halte, um dieselbe dringend zu bit»ten, für einmal stille zu sitzen, da ein Feldzug itzt höchstunbequem wäre. Allein auch diese Vorstellung blieb ganzunerhört , und eine um so viel ernsthaftere Mahnung lautden Bünden, folgte den rückkehrenden Bothen auf derFerse nach. In der an Zörch 4) heißt es unter andern, r«Uns ist unvergessen, wie üwer Lieb mit samt anheim»unsern Eidtgenossen festliche Verschmächung, zu Vermys» düng mehrern Unraths, durch früntliche Mittel hinzule-„gen gesucht; wie aber nach viel Müh' und Arbeit der„Handel gegen unsern Widertheil von etlichen klein geacht„worden, deß wir uns unserlhalb wol, aber üwerthalb„nicht versechen; dann wir alle Trüw und Früntschaft»hartnn von üch verspürt haben», u. s. f. Alsdann folgtder Entschluß: »Im Namen des Allmechtigen unserer«Vorderen Fußlapfen zu ersetzen, und Eines Hinzugs mit»unseren Lands Panncrn und Zeichen, nächst Freitags

r) s- Sept.

r) 17. Oct.