Band 
Sechster Jahrgang.
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über die Wahrheit gezankt haben. Die Lehre, gründlichzu denken, weichet diesem diese Seien; erniedrigenden Wi,derspruch aus, und zeiget auf das genaueste was stc leistet; ,der Ausdruck ist die Erklärung selber.

Schön «st ein anderer Ausdruck, den wir dadurch er.halten; nämlich Grundlehrc für Methaphysick, Lehre derGrundbegriffe und ihrer allgemeinsten Verbindungen. Hievist «nieder das Wort die Erklärung selber, und machet denBegriff ungemein leicht.

Nehmen wir das abgeleitete Wort philosophisch, wiesehr wird es mißbraucht; alles ist philosophisch; ein Kar-renschieber und ein Lastträger denken zuweilen philosophisch.Für die Jugend ist dieser Ausdruck ein Schreckmittel; siehaben vor der Philosophie eine wunderliche Ehrfurcht,und stürzen zurück, so bald etwas philosophisch heißt.Sagt gründlich, so wird's niemand befremde», wenn'sauch unter Lastträgern und Karrenschiebern welche giebt,die über ihnen bekannte Dinge gründlich nachdenken.

Sachlehrer müssen Philosophen seyn. Man stuzt beydieser Foderung. „Wie, auch in den untern Schulen,„auch in den unter» Klassen der Gymnasien»? Aller-dings; ich übersetze es in meine Sprache, und niemandwird widersprechen, nämlich: Lehrer, welche die Jugendzum gründlich denken gewöhnen sollen, müssen gründlichdenken können, gründlich denkende Männer seyn; sie müs-sen selber eine Fertigkeit haben über den Gegenstand, densie lehren, gründlich zu denken.

Ich will die Richtigkeit und Bequemlichkeit dieses Aus,druckes nur noch mit einer Anmerkung barthun. Manhat bis jezt Ontologie, Cosmologie, Psychologie, Theolo-gie zusammengestellt, als wenn sie ein zusammengehöri,ges Ganzes ausmachten, und gab ihnen den wunderlichenNamen Methaphisick- Nennet man die Ontologie Grund-lchre, so stehet man deutlich, daß sie ein eigenes Ganzes,

(Schw. Mus VI. Iahrg. 9. Heft.) U u